Judo Club Wiesbaden 1922 e.V.
Fachverein für Budosportarten

Die Geschichte des JCW

1920

Otto Schmelzeisen kommt durch seinen Beruf als Polizeibeamter erstmals mit Jiu- Jitsu auf einem Beamtenausbildungslehrgang in Berührung.

1922

Otto Schmelzeisen gründet den Jiu-Jitsu-Club Wiesbaden, kommt mit dem Polizeisportlehrer Alfred Rhode - später Ehrenpräsident des Deutschen Dan-Kollegiums - in Verbindung, der in Frankfurt den ersten deutschen Jiu-Jitsu- Club gegründet hatte. Otto Schmelzeisen und Alfred Rhode schaffen in den Folgejahren zusammen die deutsche Judo-Hochburg Rhein-Main.

Der Judo-Club Wiesbaden 1922 e.V. zählt mit dem ersten Deutschen Judo-Club Frankfurt am Main und dem ersten Berliner Jiu-Jitsu-Club (alle 1922 gegründet) zu den drei ältesten Judo-Vereinen Deutschlands, in denen ursprünglich nur Jiu-Jitsu - auch wettkampfmäßig - betrieben wird.

Erst 1926 "erleben" unsere Jiu-Jitsuka bei dem großen Städtekampf Wiesbaden-Frankfurt gegen London Judo als Kampfsport, nämlich das Gentle-Judo des japanischen Meisters und Professors am Budokwai, Mister Koizumi.
Diese Begegnung ist von großer Bedeutung, da die deutschen Kämpfer erstmalig mit dem Begriff "Judo" in Theorie und Praxis vertraut gemacht werden. Dabei kann festgestellt werden, daß zwischen dem in Deutschland bis dahin gepflegten Jiu-Jitsu und dem japanischen Judo doch ein bedeutender Unterschied besteht.

bis 1929

Bis 1929 wird der JCW - als Jiu-Jitsu-Club Wiesbaden e.V. - neben der sportlichen Betreuung durch seinen Begründer, Otto Schmelzeisen, von dem Kaufmann Carl Lahr in Mainz und danach von dem Wiesbadener Zahnarzt Dr. Paul Wehner als Vorsitzenden geleitet.

1930 bis 1939

1930
Deutsche Judoka aus Wiesbaden und Frankfurt kämpfen erstmalig in England. Unter anderem in Cambridge (Universität), London und Birmingham.

1933
Der gesamte deutsche Judosport wird unter der Sparte "Judo" in das Fachamt Schwerathletik des Deutschen Reichbundes für Leibesübungen eingegliedert.

1934
Erstmalig Europäische Judo-Einzelmeisterschaften im Kristallpalast in Dresden.

1937
Eine kombinierte Mannschaft aus Wiesbaden und Frankfurt kämpft mit großem Erfolg in London. Das ist die erste Niederlage der bis dahin ungeschlagenen Judo-Metropole Europas. Im gleichen Jahr findet der Rückkampf gegen die Engländer in Wiesbaden statt. Stätte des damaligen Kampfgeschehens ist das bei den alten Wiesbadenern unvergessene Paulinenschlösschen.

1939
Mit der letzten Judo-Sommerschule in Frankfurt am Main unter der Leitung von Alfred Rhode (Altvater des deutschen Judosportes, 8. Dan und Ehrenpräsident des Deutschen Dan-Kollegiums e.V.) schliessen die internationalen Begegnungen der deutschen Judoka vor dem Krieg ab.

1940 bis 1949

1939 - 1945
Kriegsbedingte Zustände auch im deutschen Judosport.

1945 - 1948
Verbot der Kampfsportart Judo durch die alliierten Besatzungsmächte.

1948
Nachdem die Ausübung des Judosportes wieder erlaubt ist, wird Otto Schmelzeisen als einer der Ersten aktiv tätig. Er wirkt als hessischer Landesfachwart für Judo im Deutschen Athletenbund sowie als Bundessportwart für Judo bis zur Gründung des Deutschen Judo-Bundes.

Der Judo-Club Wiesbaden muss wieder ganz von vorne beginnen. Die alten Matten und Geräte (zuletzt gelagert in den Schulen an der Rheinstraße und der Hebbelstraße) sind in alle Winde verstreut. Viele Mitglieder sind im Krieg gefallen, einige noch in Gefangenschaft.

1950 bis 1959

1950

  • Der ehemalige Jiu-Jitsu-Club Wiesbaden firmiert sich um in Judo Club Wiesbaden 1922 e.V.
  • Bis zum 30. November 1950 obliegt der Vorsitz Dr. med. Hartmut Weber, gefolgt von Heilpraktiker Theodor Scharmann, dem späteren Präsidenten des Vereines.

1951

  • Der JCW stellt die erste Judo-Großveranstaltung sesit dem Kriegsende auf die Beine. Ein Höhepunkt ist der Besuch des späteren Präsidenten der internationalen Judo-Federation, Risei Kano (Sohn von Professor Jigoro Kano; Begründer des modernen Judo). In seinem Gefolge kommen weltbekannte Judomeister nach Wiesbaden, darunter der mehrfache Alljapanische Meister Daigo, der in seinen Linienkämpfen Judo in Vollendung demonstriert und die Fachwelt in Staunen und Bewunderung versetzt. Der ausverkaufte große Kurhaussaal ist die glanzvolle Kulisse der Veranstaltung, die ein nachhaltiges Echo in der Öffentlichkeit findet und dem Judosport in unserer Stadt seine gesellschaftliche Stellung sichert.

1952

  • Werner Heim wird durch die Jahreshauptversammlung als 2. Vorsitzender in den Vorstand des JCW berufen. Dieses Amt schließt im Lauf der folgenden Jahre die gesamte Geschäftsführung des Vereines ein.

1953

  • Gründung des Deutschen Judo-Bundes e. V. (DJB) in Hamburg.

1954

  • Der 15. August ist zweifelsohne ein denkwürdiger Tag in der Vereinsgeschichte. Otto Schmelzeisen übergibt die Sportleitung des Vereins in jüngere Hände. Er vertraute dieses Amt seinem ehemaligen Schüler Aribert Rinnert an. Otto Schmelzeisen selbst wird zum Ehrensportleiter ernannt. Rinnert legt nach einem halben Jahr Amtszeit sein Amt nieder, da er am 28. Februar 1955 nach Algerien zurückkehrt.

1955

  • Mit Franz-Josef Gresch, den der JCW als Sportwart verpflichten kan, zieht der JCW das große Los. Gresch ist ein erfolgreicher und stadtbekannter Kämpfer. Er organisiert einen vorbildlichen Sportbetrieb und gibt neue, kämpferische Impulse.
  • Im November ist eine Brüsseler Stadtauswahl mit Europameister Outelet und dem japanischen Meister Ishiro Abe zu einem Städtekampf im Wiesbadener Kasino-Saal zu Gast.

1956

  • Der Hessische Judo-Verband e.V. wird gegründet. Unser Verein ist von Anfang an im Verbandsvorstand präsent. Franz-Josef Gresch übernimmt das Amt des Landessportwartes. Werner Heim nimmt sich der Schriftführung und später dem Amt des Pressewartes an.
  • Im Oktober bestreiten wir in Dresden einen Freundschaftskampf gegen mehrere ostdeutsche Mannschaften.

1957

  • Im März findet in Wiesbaden der Rückkampf gegen drei Mannschaften aus Dresden statt.

1958

  • Aus beruflichen Gründen übergibt Franz-Josef Gresch das Amt des Sportwarts an Helmut Körner. Dieser führt im selben Jahr unsere erste Mannschaft über die Hessische Mannschaftsmeisterschaft in die Gruppenliga Süd-West.

1959

  • Neue Ideen in der Werbung bringen mehr Mitglieder: Unsere Kurse für Judo und Selbstverteidigung, die für die Teilnehmer frei von Mitgliedszwang sind, finden guten Anklang. Wir beschreiten damit als einer der ersten Vereine den "Zweiten Weg".
1960 bis 1964

1961

  • Wir stellen fest, daß 70 % aller hessischen Sportveranstaltungen vom JCW ausgerichtet werden. Diese massive Werbung für den Judo-Sport trägt auf Dauer Früchte in der Mitgliederzahl.

1962

  • Im April feiert der Verein sein 40-jähriges Clubjubiläum im Germaniaheim. Die Mitgliederzahl liegt inzwischen bei 235.

1963

  • Im Mai trägt der JCW ein internationales Judoturnier gegen eine Pariser Vereinsmannschaft im Germaniaheim aus.

1964

  • In Wiesbaden wird ein Freundschaftskampf gegen Berlin-Tegel ausgetragen, der Rückkampf findet im September in Berlin statt.
1965 bis 1969

1965

  • Am 15. Februar können wir in die neue Turnhalle in der Gutenbergschule einziehen. Endlich hat der stetig wachsende Verein genügend Platz und eine Ausdehnungsmöglichkeit für das Training insbesondere bei der Jugend. Mit dieser Hallenzuweisung belohnt uns die Stadt Wiesabden für die gute sportliche Breitenarbeit.
  • Der JCW gründet offiziell ein Karate-Dojo und schließt sich dem Deutschen Karatebund (DKB) an. Damit gebührt er dem immer stärker werdenden Interesse von außen und seitens der Mitglieder Zoll.
  • Die bisher nur vereinsintern betriebene Fachsparte Karate wird ordnungsgemäß organisiert, geschult und ausgeweitet. Als einziger Übungsleiter steht Werner Heim zur Verfügung, der auf dem Sektor Karate unbeirrt Pionierarbeit leistet.
  • Gegen Ende des Jahres wird im Deutschen Judobund eine Karatekommission gegründet. Der JCW verläßt den DKB und schließt sich der Karatesektion des DJB an.
  • Im Mai haben wir eine Judomannschaft der Metropolitan Police London zu Gast.
  • Im August kehrt Clubmitglied Gerd Wischnewski nach dreijährigem Aufenthalt aus Japan zurück. Als neue Graduierungen bringt er mit: 2. Dan Aikido, 2. Dan Kendo, 1. Dan Karate. Im JCW werden neue Gruppen für Aikido und Kendo eingeführt.

1966

  • Gerd Wischnewski übernimmt das neue Amt des Budo-Sportwartes im JCW.
  • Im Verein werden neue Fachabteilungen mit eigenen Abteilungsvorständen für Judo und Selbstverteidigung, Karate, Aikido und Kendo gebildet.
  • Dieter Grüger übernimmt das Amt des Jugendwartes.
  • Der Deutsche Judobund gründet eine Sektion Aikido, dessen Leiter und Bundestrainer Gerd Wischnewski im folgenden Jahr wird.
  • Im November dieses Jahres veranstaltet der JCW die erste Budo-Großveranstaltung in der Sporthalle am Elsässer Platz. Diese Veranstaltung ist die erste dieser Art in der Bundesrepublik. Der Öffentlichkeit werden erstmals die Budo-Sportarten Judo, Karate, Aikido und Kendo in einer Veranstaltung demonstrativ vorgestellt.

1967

  • Erstmalige Teilnahme des DJB an der Jahresversammlung der europäischen Kendo-Union in Brüssel (vertreten durch Eberhard Riemann, dem Leiter der Kendo-Abteilung im JCW).
  • Werner Heim übernimmt das Amt des JCW-Präsidenten.
  • Theodor Scharmann wird zum Ehrenpräsidenten ernannt.
  • Werner Heim wird Vizepräsident des Deutschen Dan-Kollegiums e. V. (DDK).
  • Günther Kusch (JCW-Abteilungsleiter Karate) wird Budosachbearbeiter im Hessischen Judoverband.

1968

  • Der Deutsche Dan-Tag des Deutschen Dan-Kollegiums beschließt die Aufnahme von Ju Jutsu als "4. Weg".
  • Die von Werner Heim und Franz-Josef Gresch, der inzwischen zum JCW zurückgekehrt ist, maßgeblich gestalteten Prüfungsrichtlinien für Kyu- und Dangrade werden verabschiedet.
  • Werner Heim führt die Bundesgruppe Ju-Jutsu im DDK als Bundesvorsitzender, Gresch ist in dieser Sektion als Bundesprüfungsbeauftragter tätig.

1969

  • Franz-Josef Gresch übernimmt von Günther Kusch das Amt des Bundessachbearbeiters.
  • Im Verein wird offiziell eine Ju-Jutsu-Abteilung gegründet.
  • Qualifikation für die Judo-Bundesliga ab 1970.
1970 bis 1974

1970

  • Teilnahme an der neu gegründeten Judo-Bundesliga ab 6. Juni.

1972

  • Der glanzvolle Rahmen des 50. Clubjubiläums wird von der Wiesbadener Presse als gesellschaftliches Ereignis gewürdigt.
  • Dem JCW-Präsidenten Werner Heim wird u. a. vom DJB "in Anerkennung seiner herausragenden Verdienste um den Aufbau und die Verbreitung der Budosportarten in Deutschland" die DJB-Ehrennadel in Gold mit Diplom verliehen. Das Jubiläum endet mit der Einweihung des "Westend-Dojo".
  • Die Stadt Wiesbaden stellt dem JCW in der Riederbergschule einen Übungsraum mit fest verlegten Matten zur Verfügung, in dem täglich ab 15 Uhr trainiert werden kann. Damit kann auch einen Judounterricht für Kinder ab 6 Jahren eingeführt werden.

1973

  • Die Mitgliederzahl des Vereins erreicht die Traumgrenze von 1000. 70 % davon sind Jugendliche unter 18 Jahren.
  • Klaus Hanelt, JCW-Vizepräsident und Abteilungsleiter Judo, stellt erfolgreiche "Ostkontakte" mit Vereinen in Bulgarien und Rumänien her und organisiert Freundschaftskämpfe und gegenseitige Gastbesuche.
  • Otto Schmelzeisen, Vereinsgründer, Ehrensportleiter des JCW und Träger des 7. Dan, erhält als erster Judoka für seine Verdienste um den Deutschen Judosport das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse vom Bundespräsidenten.

1974

  • Eine Hobby-Gruppe unter der Leitung von Werner Heim nimmt das Training in Stickfighting auf. Diese Gruppe wird später unter der Bezeichnung Bo-Jutsu der Abteilung Ju-Jutsu zugeordnet.
1975 bis 1979

1975

  • Die Jahreshauptversammlung beschließt, künftig den Vereinsnamen mit dem Zusatz zu führen: "Fachverein für Budosportarten".
  • Jugendwart Dieter Grüger wird als Frauen- und Mädelwart in den Hessischen Judo-Verband gewählt und für seine langjährige verdienstvolle Tätigkeit im Verein und Verband mit der HJV-Ehrennadel und Ehrenbrief ausgezeichnet.

1976

  • Die Deutschen Kendo-Einzelmeisterschaften werden in der Dyckerhoff-Sporthalle in Wiesbaden-Biebrich ausgerichtet. Die Mitglieder der Kendo-Abteilung brillieren mit einer organisatorischen Glanzleistung. Das Rahmenprogramm bringt alle Budo-Abteilungen in einem einmaligen Wettbewerb auf die Matte. Der Beifall für diese erstklassige Show wird mit Phonmessung registriert und bringt bis zu 120 Dezibel.
  • Thomas Sill übernimmt die Leitung der Karateabteilung. Neben dem traditionellen Stil wird das moderne Leichtkontaktkarate in das Trainingsprogramm aufgenommen.
  • Marwick Fuß übernimmt die Leitung der Karateabteilung.

1977

  • Otto Schmelzeisen wird aus Anlaß seines 85. Geburtstages der 8. Dan Judo vom DDK verliehen.
  • Werner Heim erhält den 6. Dan Ju-Jutsu, Franz-Josef Gresch den 5. Dan Ju-Jutsu.
  • Prof. Dr. med. Hubert Abel und Adolf Klug, Abteilungsleiter Ju-Jutsu und langjähriger Landesprüfungsbeauftragter, haben eine neue Übungsgruppe eingerichtet: "Gymnastik und Selbstverteidigung für die zweite Lebenshälfte", ein Fitnesstraining für Gesunde und Rekonvaleszenten.
  • Im Hessischen Judoverband haben jahrelange Initiativen des JCW zum Erfolg geführt: Die Budosektionen sind jetzt - wie im JCW bereits seit 1966 - mit Sitz und Stimme im HJV-Vorstand vertreten. Der JCW vertritt Aikido mit Hartmut Gerber, Kendo mit Jürgen Fuhr und Ju-Jutsu mit Werner Heim.
  • Bei der Jahreshauptversammlung des JCW vollzieht sich ein Wechsel in der Führungsspitze. Nach 25jähriger Arbeit im Vorstand als 2. Vorsitzender, geschäftsführender 2. Vorsitzender und zuletzt 10 Jahre als Präsident stellt sich Werner Heim aus beruflichen Gründen für ein aktives Vorstandsamt nicht mehr zur Wahl.
    Als Nachfolger und neuer Präsident wird der langjährige Jugendwart Dieter Grüger (4. Dan) gewählt.
    Die Versammlung ehrt Werner Heim mit der Wahl zum Ehrenpräsidenten; ihm wird als höchste Auszeichnung des Vereins die Ehrennadel in Gold mit Rubin verliehen.

1978

  • Kendo, die kleinste Abteilung, stellt zeitweilig bis 5 Kendoka in der deutschen Nationalmannschaft und trainiert fleißig unter dem japanischen Bundestrainer Kaneda.
  • In Wiesbaden wird die 1. Deutsche Schülermeisterschaft im Kendo ausgerichtet.
  • JCW-Ehrenmitglied Franz-Josef Gresch übernimmt die Leitung der DDK-Bundesgruppe Ju Jutsu.
  • Aikidotrainer Hartmut Gerber übernimmt die Leitung der DJB-Sektion Aikido; in Japan wird ihm der 3. Dan Aikido verliehen.

1979

  • Ausrichtung der Deutschen Kendo-Einzelmeisterschaften durch den JCW in Taunusstein.
  • Die Kendo-Abteilung beschäftigt einen eigenen japanischen Honorartrainer, um das Leistungsniveau auf Bundesebene gegen die starke Konkurrenz aus Berlin und Nordrhein-Westfalen halten zu können.
  • Werner Ruppert wird Judo-Bundestrainer der Frauen.
1980 bis 1984

1982

  • Otto Schmelzeisens 90. Geburtstag am 10. April wird im Jubiläumsjahr des JCW gewürdigt.

1983

  • Vereinsgründer Otto Schmelzeisen verstirbt im Alter von 91 Jahren.
1985 bis 1989

1985

  • Dieter Grüger tritt als Präsident, Eberhard Jordan als Vizepräsident zurück. Nachfolger werden Franz-Josef Gresch als Präsident und Klaus Hanelt als sein Stellvertreter.

1986

  • Franz-Josef Gresch scheidet als Präsident aus und überläßt den Posten dem neuen Vereinsvorsitzenden Rudi Sanner.

1987

  • Dem Cheftrainer der Judoka, Werner Ruppert, wird der 6. Dan verliehen. Damit würdigt der DJB die ausgezeichnete Arbeit des Diplomsportlehrers, der bis 1985 sieben Jahre lang mit Erfolg die Damen-Nationalmannschaft betreut hatte.
  • Die Karateka des JCW treten dem Deutschen Karate-Verband bei.
  • Uwe Berg übernimmt die Leitung der Karateabteilung.

1988

  • Klaus Hanelt tritt als Vizepräsident zurück, Nachfolger wird Karl-Heinz Schmid.
  • Der JCW beginnt im Rahmen der Schulsozialarbeit ein Projekt in der Adalbert-Stifter-Schule unter Leitung von Judotrainer Alexander Grautegein.

1989

  • Zu Beginn des Jahres wird von Martin Becker die neue Vereinszeitung KIAI ins Leben gerufen.
  • Im Sommer zieht der JCW in die neue Großsporthalle am Konrad-Adenauer-Ring ein. Ein großes Dojo, Kraft-, Massage- sowie ein Wärmeraum bieten optimale Trainingsbedingungen. Verantwortlich für dieses Projekt zeichnet JCW-Präsident Rudi Sanner, der sich damit in der Vereinsgeschichte ein Denkmal setzt.
  • Der Hessische Judoverband erklärt Wiesbaden zum Landesleistungszentrum Judo.
  • Klaus Hanelt erwirbt den 5. Dan Judo.
  • Dem Ehrenpräsidenten des JCW, Werner Heim, wird für die im Ju-Jutsu geleistete Pionierarbeit durch Oberbürgermeister Achim Exner das Bundesverdienstkreuz verliehen.
  • Der international bekannte Aikidolehrer Tamura (8. Dan) aus Japan hält einen Lehrgang in Wiesbaden.
1990 bis 1994

1990

  • Herbert Mernberger gibt nach 33 Jahren langer verdienstvoller Tätigkeit als Schatzmeister des Vereins das Amt an Ilona Grüger weiter.
  • Dieter Grüger wird die goldene Ehrennadel mit Rubin verliehen.
  • In Frankfurt findet die Judo-Europameisterschaft statt, bei der 48 JCW-Judoka als Helfer und Organisatoren Regie führen.
  • Judo-Abteilungsleiter Klaus Hanelt tritt aus persönlichen Gründen zurück. Sein Nachfolger wird Andreas Göbel. Für Beate Schmidt übernimmt Iris Geuder den Posten der Frauenwartin.
  • Franz Josef Gresch und Dietrich Brandhorst gründen einen Bundesverband für Ju-Jutsu, den DJJV.

1991

  • Die Aikido-Abteilung wird 25 Jahre. Zu diesem Jubiläum kommt der japanische Meisterschüler von Morihei Uyeshiba, Kenji Shimizu, nach Wiesbaden.
  • Franz Josef Gresch wird der 7. Dan Ju Jutsu, Dietrich Brandhorst der 4. Dan Ju Jutsu verliehen.
  • Wie schon in den vergangenen Jahren verpaßt die Judo-Bundesligamannschaft Männer die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft.
  • Die Judo-Frauen des JCW qualifizieren sich in München für die zweigleisige Bundesliga, die ab 1992 startet.

1992

  • 70-Jahr-Feier des Vereins im Casino der ESWE-Stadtwerke: Verdiente und langjährige Mitglieder des JCW werden vom Verein und HJV geehrt und mit Kämpfer- bzw. Ehrennadeln ausgezeichnet. Die Würdigung der jahrzehntelangen Arbeit des JCW im Breiten- und Leistungssport erfolgte durch OB Exner persönlich, der auch die beabsichtigte Benennung der Sporthalle am 2. Ring in "Otto-Schmelzeisen-Halle" bekannt gibt. Dies wird jedoch erst 1997 zum 75ten Vereinsjubiläum realisiert werden.
  • Rudi Sanner wird zum Schatzmeister des HJV gewählt.
  • Der JCW beschreitet neue Wege und gründet einen Förderkreis für Spitzenathleten und die Judo-Bundesliga. Vorsitzender ist JCW-Präsident Rudi Sanner. Erkenntnis: Ohne Sponsoren kein Leistungssport mehr.
  • Es vollzieht sich ein erster Führungswechsel bei der Redaktion der JCW-Vereinszeitung KIAI: Martin Becker, der dieses Heft vor fast 4 Jahren ins Lebens rief und in dieser Zeit alleine produzierte, gibt das Redaktionsamt Ende des Jahres an Achim Enders und Dirk Mayer weiter.
  • Über 300 jugendliche Judoka kämpfen in Wiesbaden beim Edwin-Cup.
  • Wir richten das Kendo-Yamashibu-Turnier aus, das alljährlich vom Ehrenmitglied des JCW, Sensei Yamashibu (8. Dan Hanshi im Jaido, 7. Dan Renshi im Kendo) gesponsert wird.

1993

  • Rudi Sanner tritt als JCW-Präsident zurück und stellt sich in der Jahreshauptversammlung nicht mehr zur Wahl. Er hat sich mit der Einrichtung des Dojos im Untergeschoß der Sporthalle am Konrad-Adenauer-Ring ein Denkmal gesetzt.
  • Nachfolger wird mit Werner Ruppert ein in der Vereinsgeschichte sehr verdienter Judoka (6. Dan Judo, viermaliger Deutscher- und Internationaler Deutscher Meister Judomeister, Träger der Goldenen JCW-Ehrennadel mit Rubin).
  • Werner Ruppert wird als Sportwart sowie Klaus Hanelt als Referent fürs Prüfungswesen in den HJV-Verbandsvorstand gewählt.
  • Klaus Hanelt wird der 6. Dan Judo verliehen.

1994

  • JCW-Präsident Werner Ruppert übergibt nach 23jähriger Bundesliga-Trainertätigkeit im JCW das Amt an Jürgen Hoffmann.
1995 bis 1999

1995

  • Dietrich Brandhorst, Vizepräsident DJJV, 5. Dan, Franz Josef-Gresch, Ehrenpräsident DJJV, 7. Dan und Werner Heim, Ehrenvorsitzender HJJV, 6. Dan erhalten die Goldene Ehrennadel des DJJV-Bundesverbandes.
  • Der HJJV veranstaltet einen großen Ju-Jutsu Nostalgielehrgang im Dojo des JCW, der von den Ju-Jutsu-Pionieren Werner Heim und Franz-Josef Gresch anläßlich deren 70ten Geburtstage geleitet wird.
  • Der JCW erhält für die vorbildliche Talentförderung das "Grüne Band", eine Auszeichnung der Dresdner Bank.
  • Jürgen Krist, Jugendwart und -trainer, geht aus beruflichen Gründen nach Berlin.
  • Die JCW-Aikidoka sind auf allen Landes- und Bundeslehrgängen stark vertreten. Meister Shimizu, 8. Dan Aikido, lobt den Fleiß und die Leistungen und zeichnet unter anderem den JCWler Günther Pillukeit mit dem 1. Dan aus.
  • Im Karate verlässt Ekkehardt Schleis den JCW; Uwe Berg hat weiterhin die Leitung der Karateabteilung und des Trainings zusammen mit Jörg Riegel und Bernd Krause.

1996

  • Achim Enders tritt aus beruflichen Gründen vom Amt des Presse- und Werbewarts zurück und verläßt somit auch die KIAI-Redaktion.
  • Dagmar Andrea Widmann beendet nach 30 Jahren als Jugendübungsleiterin ihre Trainertätigkeiten.
  • Siegbert Geuder, Jugendwart der weiblichen Jugend, wechselte zum JC Rüsselheim.
  • Sportwart Herbert Munsch erwirbt den 5. Dan Judo.

1997

  • Das Untergeschoß der Sporthalle am Konrad Adenauer Ring wird als "Otto-Schmelzeisen-Dojo" eingeweiht und das Otto-Schmelzeisen-Gedenkturnier vom DJB zum Ranglistenturnier aufgewertet.
  • JCW Ehrenmitglied Günther Kraft wird der 8. Dan Judo verliehen.
  • Im Jubiläumsjahr sind die Hälfte der rund 900 Mitglieder Kinder und Jugendliche.
  • Präsident Werner Ruppert kann während der 75 Jahrfeier hochrangige Ehrengäste begrüßen. Neben Oberbürgermeister Hildebrand Diehl kommt auch der Ehrenpräsident des DJB, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Schulze und zeigt in seinem ausführlichen Vortrag den Zusammenhang zwischen der Historie des Judosports in Deutschland und der Geschichte des JCWs auf. Folgende Ehrungen wurden durch den Ehrenpräsidenten Werner Heim vorgenommen: Klaus Hanelt (JCW-Ehrennadel in Gold mit Rubin), Uwe Berg, Dieter Kraus, Alexander Grautegein, Klaus Sommer, Dr. Andreas Göbel, Karl-Heinz Schmid, Ilona Grüger, Beate Schmidt, Albert Michel, Horst Mai, Gert Löber (jeweils Ehrennadel in Gold), Brigitte Stöttinger, Theodor Grutza, Werner Schmidt, Horst Feldmann (Ehrennadel in Silber). Der Präsident des Hessischen Judo-Verbandes, Lothar Zerull ehrt Rudi Sanner und Herbert Munsch mit der Ehrennadel in Gold des HJV, Beate Schmidt wird mit der silbernen Ehrennadel und Klaus Sommer mit der bronzenen Ehrennadel des HJV ausgezeichnet.
  • Der Landessportbund ehrt für besondere Verdienste um den Sport Dietrich Brandhorst, Franz-Josef Gresch, Rudi Sanner und Jürgen Hoffmann.
  • Die Judo Damenmannschaft kämpft seit 5 Jahren in der 1.Bundesliga.

1998

  • Der JCW beteiligt sich an dem Hessenprojekt „Schule und Verein“. Unser langjähriges Mitglied Clemens Termer unterrichtet halbtags in unserem Leistungszentrum vereinsneutral im Rahmen des Schulunterrichts junge Menschen, die Judo erlernen wollen.
  • Ehrenmitglied Viktor Gläser verstirbt am 20.03.1998.
  • Der gesamte Vorstand tritt bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zurück. Vorausgegangen waren in den vergangenen Jahren immer wieder Unstimmigkeiten bezüglich der Finanzierung der Männer-Bundesliga zwischen dem Präsidenten und der Schatzmeisterin einerseits und andererseits den verantwortlichen der Bundesliga Dr. Jürgen Hoffmann, Christian Dietrich und dem Abteilungsleiter Judo Dr. Andreas Göbel. Dies führte schließlich zum Rücktritt des Präsidiums und zur Neuwahl des Vorstandes. In den Reihen der Kritiker findet sich zunächst niemand, der bereits ist, als Präsident zu kandidieren, so dass sich schließlich Rudi Sanner noch einmal bereit erklärte, diese Aufgabe zu übernehmen. Vizepräsident werden Dr. Jürgen Hoffmann, Schatzmeisterin Felicitas Dietrich. Vorrangiges Ziel des neuen Vorstandes: Schuldenabbau und transparente Buchführung.

1999

  • Elfriede Schmelzeisen, Ehefrau unseres legendären Vereinsgründers verstirbt am 03.01.1999 im Alter von 87 Jahren.
  • Dr. Andreas Göbel beendet seine langjährige erfolgreiche Tätigkeit als Judo-Abteilungsleiter.
  • JCW Kendoka und Aikidoka präsentierten sich im HR „Hessenstudio-live“.
2000 bis 2004

2000

  • Der Hessische Judoverband verleiht Rudi Sanner für seine Verdienste um den Judosport den 5. Dan Judo.
  • Die erste ordentliche Vorstandswahl nach der außerordentlichen Vorstandssitzung in 1998 erbringt folgendes Ergebnis: Wiederwahl von Präsident, Schatzmeisterin und Schriftführer. Aus beruflichen Gründen stellt sich Vizepräsident Dr. Jürgen Hoffmann nicht mehr zur Wahl, zum Nachfolger wählt die Versammlung Christian Dietrich, einen Judoka, der aus der eigenen Jugend hervorging.
  • Die Mitgliederzahl bleibt zum 01.01.1999 und 01.01.2000 konstant bei 811 Mitgliedern. Am Tage der Mitgliederversammlung sind es 876 Personen.
  • Otto Schlegelmilch, ein langjähriges Ehrenmitglied, verstirbt.

2001

  • Nach zwölf Jahren wird eine neue 400 qm große Judomatte für das Dojo gekauft. Die hierfür benötigten 32.500 DM werden mit finanzieller Unterstützung des Landessportbundes und der Stadt Wiesbaden aufgebracht.
  • Die Mitgliederzahl beläuft sich zum 01.01.2001 auf 869 Mitglieder.
  • Klaus Sommer legt zu Beginn des Jahres das Amt des Schriftführers nieder. Seit 1986 hatte er dieses Amt inne.
  • Präsident Rudi Sanner beendet nach 10 Jahren seine Tätigkeit als Schatzmeister im HJV.

2002

  • Nach mehreren Rückschlägen gelingt es insbesondere Philipp Eckelmann und seinem Mitstreiter Bernhard Knuf, die Webseite www.jcw.de des JCW wieder aufleben zu lassen.
  • Die Vereinszeitung KIAI wird nicht mehr aufgelegt.
  • Bei der Mitgliederversammlung wird ein neuer Vorstand gewählt, da der alte Vorstand sich nicht mehr zur Wahl stellt. Der aus gesundheitlichen Gründen scheidende Präsident Rudi Sanner betont in seiner Abschiedsrede, dass der Verein nunmehr einen Großteil der Schulden abgebaut hat und der Haushalt nun für alle Mitglieder transparent dargestellt wird. Sorgen bereitete ihm der Mitgliederrückgang bei der Judojugend. Er stellt der Versammlung eine neue Mannschaft für die Wahlen vor. Gewählt werden zum Präsidenten der frühere Bundesligakämpfer Henry Balanca, zum Vizepräsident der Kendoka Dieter Krauss. Schatzmeister wird Michael Walzer, Schriftführer Dr. Jürgen Grasmück.
  • Zum 01.01.2002 hat der Verein 811 Mitglieder.

2003

  • Dem neuen Vorstand gelingt es nicht, den bisherigen Sparkurs des Vereins weiter zu führen. Mögliche Geldgeber für die Judo-Bundesliga haben den Verein im Stich gelassen. Fördergelder werden nicht abgerufen. Dadurch kommt der Verein in eine finanzielle Schieflage. Ende 2003 tritt Dieter Krauss von seinem Amt als Vizepräsident zurück, Schatzmeister Michael Walser übernimmt kommissarisch seine Aufgaben.
  • Der JCW ermöglicht ein Sportangebot für Behinderte: Judo für geistig und körperlich behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene wird ins Leben gerufen. Das Spektrum wird in den folgenden Jahren um die Sportarten Rollstuhl-Basketball, Nordic Walking und Aikido für geistig behinderte Menschen erweitert.
  • Alle Kata-Erfolge gehen auch auf Klaus Hanelt zurück, der seit Jahrzehnten das Kata-Training in Wiesbaden ehrenamtlich prägt.

2004

  • Bei den Neuwahlen im April 2004 übernimmt Michael Walzer das Amt des Vizepräsidenten. Dirk Heitmann wechselt vom Kassenprüfer zum Schatzmeister. Die finanzielle Schieflage spitzt sich zu. Präsident Henry Balanca schafft es nicht, das Ruder rum zu reißen und tritt im November zurück. Vizepräsident Walzer übernimmt kommissarisch die Aufgaben des Präsidenten. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Dezember wird die Wahl des Vorstands auf eine weitere Mitgliederversammlung Anfang 2005 verlegt.
  • Jürgen Grasmück ist als Bundesliga-Coach aktiv.
2005 bis 2009

2005

  • In der Mitgliederversammlung im Februar treten Mike Reichert (Präsident), Dirk Mayer (Vizepräsident) und Achim Enders (Schatzmeister) als neues Vorstandsteam an, um den JCW wieder auf eine solide finanzielle Basis zu stellen.
  • Eine der wesentlichen Entscheidungen ist der Rückzug aus der Damen Bundesliga, welcher der JCW seit Beginn (1991) unter der Trainerleitung von Alexander Grautegein angehörte.

2006

  • Präsident Mike Reichert verliert den Kampf gegen den Krebs und verstirbt. Trotz Krankheit hat er sich unermüdlich für den JCW eingesetzt und gilt als Retter des Vereines. Der JCW ist wieder schuldenfrei.
  • Die Landeshauptstadt Wiesbaden verleiht unserem Judoka Klaus Hanelt die Sportplakette für hervorragende Verdienste um den Sport. Damit wird das besondere Engagement von Klaus Hanelt in Bezug auf sein Jahrzehnte langes Wirken für den Judosport, als Übungsleiter im Verein und in Hessen als Prüfungsreferent gewürdigt. Darüber hinaus widmete er sich insbesondere den Aufbau eines strukturiertes Katawesens in Deutschland.
  • Im Herbst übernimmt Tonja Bröder das Amt der Pressewartin, das seit dem Rücktritt Achim Endes vor zehn Jahren Brach lag.

2007

  • Jürgen Labs wird auf der Mitgliederversammlung als neuer Präsident des JCW gewählt. Dirk Mayer (Vizepräsident) und Achim Enders (Schatzmeister) werden in ihren Ämtern bestätigt.
  • Im Rahmen der Mitgliederversammlung am 28. Juli 2007 wird Herbert Munsch für seine langjährige Vereinstätigkeit die Ehrennadel in Gold mit Rubin, die höchste Auszeichnung im JCW, verliehen. Er erbrachte stets sein besonderes Engagement vor allem als Trainer, Coach und Vorstandsmitglied.
  • Werner Ruppert wird in Würdigung seiner jahrelangen intensiven Verdienste um den Judosport in Wiesbaden als Wettkämpfer, Übungsleiter, Bundestrainer und als Sportwart im Hessischen Judoverband die Sportplakette der Landeshauptstadt Wiesbaden verliehen.
  • Am 7. Oktober feiert der JCW sein 85 jähriges Bestehen mit einer großen Budo Show.
  • Nach elf Jahren und den JCW Kämpfern Jürgen Hoffmann, Martin Grasmück und Patric Nebhuth ist Maximilian Schaupp wieder der erste JCW'ler, der im Jugend bzw. Juniorenbereich internationale Hoffnungen auf EM und WM Platzierungen zurück nach Wiesbaden geholt hat.
  • Christoph Lohmer und Matthias Birk, mehrfache Deutsche Vize Meister und EM-platzierte der Judo-Kata, verabschieden sich aus dem aktiven Wettkampfgeschehen

2008

  • Lothar Herborn wird neuer Präsident des JCW.
  • Jörg Schmidt und Kai Nielsen geben nach über 10-jähriger Tätigkeit die Abteilungsleitung ab, Nachfolger wird Marco Zehner.
  • Der JCW erweitert sein Angebot für die Behindertensportler um Rollstuhlbasketball und Rollstuhlbogenschießen (Kyudo).
  • Die Ju-Jutsu Abteilung richtete eine vorbildliche Deutsche Meisterschaft aus.
  • Die Karate Abteilung richtet die Deutschen Hochschulmeisterschaften aus.
  • Rudi Sanner, langjähriger Präsident unseres Vereins, erhält in diesem Jahr von der Landeshauptstadt Wiesbaden die Sportplakette für besondere Verdienste um den Sport. Weiter wird Rudi Sanner für sein besonderes, langjähriges, intensives, ehrenamtliches Engagement im Judosport sowie in der Schlaganfall Initiative von der Landeshauptstadt Wiesbaden mit der goldenen Bürgermedaille der Stadt ausgezeichnet.

2009

  • Der JCW führt erstmals die Hessische Einzelmeisterschaft im G-Judo für Menschen mit Behinderungen durch. Unter der Schirmherrschaft von OB Dr. Helmut Müller nehmen 120 Teilnehmer aus ganz Deutschland an diesem Otto Schmelzeisen Turnier in Wiesbaden teil
  • Der JCW öffnet sich der hauptamtlichen Beschäftigtung. Judo Trainer Patrik Kuptz begleitet ein Projekt mit Judo in den Schulen, um junge Menschen den Judosport näher zu bringen. Außerdem unterstützt er den Übungsbetrieb im Verein
  • Herbert Munsch wird der 6. Dan Judo verliehen. Im JCW begleitet er seit vielen Jahren das Amt des Sportwartes, ist seit vielen Jahren als Übungsleiter im Verein und im Hessischen Judo Verband als Bezirksprüfungsbeauftragter tätig.
  • Der Hessische Judoverband e. V. wählt den langjährigen Sportwart des Verbandes, Werner Ruppert, zum Vizepräsident Sport.
  • In Anerkennung der um Volk und Staat erworbenen besonderen Verdienste wird Rudi Sanner vom Bundespräsidenten Dr. Horst Köhler das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz) verliehen. Nach Otto Schmelzeisen erhält damit eine weitere Person des JCW diese hohe Auszeichnung.
  • Hohe Ehrung für unser Vereinsmitglied und ehemaligen Präsidenten des JCW, Franz Josef Gresch. Anlässlich des Jubiläumslehrgangs "40 Jahre Ju-Jutsu" des Deutschen Ju-Jutsu Verbandes in Schwäbisch Hall am 19.09.2009 erfolgte die erstmalige Verleihung des 9. Dan, des Roten Großmeistergürtels für höchste Verdienste um das Ju-Jutsu, an den Mitbegründer des Ju-Jutsu und ersten Ehrenpräsidenten des Deutschen Ju-Jutsu Verbandes. Damit wurde Franz-Josef Greschs Lebenswerk gebührend und verdient gewürdigt.
  • Olympiasieger Ole Bischof besucht den JCW und hält zusammen mit Mario Staller ein Training mit Talkrunde und Autogrammstunde.
  • Die Judo Frauenmannschaft schafft nach drei Jahren kostenbedingter Abstinenz wieder den Aufstieg in die 2. Bundesliga.
2010 bis heute

2010

  • Klaus Hanelt, der als Deutschlands Kata-Experte gilt, tritt von seinen Funktionen als Kata Beauftragter des DJB und Mitglied der Kata Kommission zurück und wird von DJB-Präsident Peter Frese verabschiedet.
  • Klaus Hanelt wird der 8. Dan von HJV-Präsidentin Beate Schmidt überreicht.
  • Dieter Ziegler sowie Dirk Iwamaru (geb. Mayer) bestehen die Prüfung zum 5.DAN Judo, der höchsten Graduierung, die durch Prüfung errungen werden kann.
  • Jörg Schmidt erhält den 5. Dan Ju-Jutsu.

2011

  • Philipp Eckelmann übernimmt den Vereinsvorsitz. Marco Zehner wird Vizepräsident, Kristina Schlegel Kassenwartin.
  • Erstmals in der Geschichte des DJB wird ein Bundesliga-Kampf Open Air ausgetragen. Im Rahmen des 25-Stunden-Laufs der Wiesbadener Sportförderung findet die Begegnung JCW gegen JC Rüsselsheim im Wiesbadener Kurpark statt.
  • Die Naspa Stiftung zeichnet den JCW für seine Arbeit im Behindertensport mit 1000 € Fördermitteln aus.

2012

  • Juniorenweltmeister Alexander Wieczerzak wird vom Landessportbund Hessen auf dem Ball des Sportes als Olympia-Hoffnung 2016 geehrt.
  • Der JCW geht neue Wege und bietet integratives Judo für Kleinkinder unter dem Motto „Raufen mit Regeln“ an.
  • Werner Ruppert wird der 8. Dan Judo von Lothar Zerull, Ehrenpräsident des HJV und Mitglied Ehrenrat DJB und HJV verliehen. Damit werden seine Leistungen, u.a. viermaliger Deutscher- und Internationaler Deutscher Judo-Meister, ehemaliger Präsident des JCW, Vizepräsident a.D. des HJV, Frauen-Nationalkader-Trainer und Träger der Goldenen JCW-Ehrennadel mit Rubin gewürdigt.
  • Die Männer schaffen den Klassenerhalt in der ersten Bundesliga nicht und steigen erstmals seit Anbeginn 1970 in die zweite Liga ab.

2013

  • Nach drei Jahren Abstinenz und vier Jahren zweite Liga und sind die Damen wieder im Bundesliga-Oberhaus aktiv. Trainer sind Alexander Grautegein, der die Mannschaft bereits 19 Jahre begleitet und Lothar Strecker.
  • Anläßlich des 25-Stunden-Laufs der WISPO findet nach zwei Jahren erneut ein Open-Air-Kampf im Kurpark statt. Bei diesem Freundschaftskampf treten die Mannschaften des JSV Speyer gegen das Frauen- und Männer-Team des JCW an.
  • Die Männer-Mannschaft verpasst den Aufstieg in die 1. Bundesligam, weil sie im Revierduell dem JC Rüsselsheim unterliegen

2014

  • Die JCW-Damen werden Regionalliga-Meister.
  • Zum dritten Mal trägt der JCW einen Open-Air-Kampf im Kurpark aus. Im Rahmen des 25-Stunden-Laufs der WISPO begrüßen die Männer in der zweiten Bundesliga das Team des TV Erlangen.

2016

  • Der JCW zieht direkt zu Jahresbeginn die zweite Männer-Mannschaft nach 46 Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit zurück.
Die Präsidenten in der Übersicht

 

1922 Otto Schmelzeisen gründet den Judo Club Wiesbaden 1922 e.V. 
bis 1929 Carl Lahr
bis Kriegsanfang Dr. Paul Wehner 
bis 1950 Dr. Hartmut Weber 
danach Theodor Scharmann
1967 - 1977 Werner Heim
1977 - 1985 Dieter Grüger
1985 - 1986 Franz-Josef Gresch
1986 - 1993 Rudi Sanner
1993 - 1998 Werner Ruppert
1998 - 2002 Rudi Sanner
2002 - 2004 Henry Balanca
2005 - 2006 Mike Reichert
2007 Jürgen Labs
2008 - 2011 Lothar Herborn
seit 2011 Philipp Eckelmann

 

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