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NEWS der JUDO-Abteilung

Von Kuschelrunde keine Rede

15.09.08: 15:13

Von: Wiesbadener Kurrier





Unterlegen: Gleich zweimal musste sich JCW-Kämpfer Florian Germroth dem in Diensten des JC Rüsselsheim stehenden Weißrussen Siarhei Shundzikau geschlagen geben.

Die Bundesliga-Judoka des JC Wiesbaden können doch noch gewinnen: Im Prestigeduell gegen den Nachbarn aus Rüsselsheim setzten sich die Hausherren vor 400 Zuschauern mit 8:6 durch und sorgten nach über zwei Jahren endlich wieder für ein Erfolgserlebnis.

 

Als der Hallensprecher um 18.36 Uhr den 8:6-Endstand für den JC Wiesbaden verkündete, hatte Philipp Eckelmann - neben Patric Nebhuth einer der beiden verantwortlichen Trainer beim JCW - die ersten Glückwünsche längst entgegengenommen. Bereits zehn Minuten zuvor hatte Stefan Krause in der Klasse bis 100 kg auch seinen zweiten Kampf vorzeitig gewonnen und die Gastgeber uneinholbar mit 8:4 in Führung gebracht.

 

Der erste Sieg seit dem 24. Juni 2006 (!) war endlich unter Dach und Fach und löste am Rande der Matte wahre Freudentänze aus. Und das, obwohl es genau genommen um nichts mehr ging. Bereits vor dem vorletzten Kampftag stand fest, dass der JCW erneut nachsitzen muss, um seinen Nimbus zu wahren: Seit Einführung der Bundesliga 1969 gehören die Wiesbadener ununterbrochen der höchsten Klasse an.

 

Der Begleiter des JCW in die Relegationsrunde, wo Anfang November die beiden Tabellen-Letzten aus Liga eins auf den beiden Tabellen-Ersten aus Liga zwei (TSG Backnang und VfL Riese) treffen: JC Rüsselsheim. Nur mit einem Sieg beim ungeliebten Nachbarn hätten die Gäste ihre theoretische Chance gewahrt, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Trotz 2:0-Führung und lautstarker Unterstützung durch den mitgereisten Anhang gab es für die ebenfalls mit drei Ausländern angetretenen Opelstädter am Ende aber nichts zu gewinnen. "Die acht Punkte, die wir eingeplant hatten, haben wird auch geholt", war für Eckelmann die Rechnung aufgegangen.

 

Und das, obwohl das JCW-Trainergespann auch diesmal nicht aus dem Vollen schöpfen durfte. Die erst am Abend zuvor eingegangene Hiobsbotschaft: Ausgerechnet Abonnementsieger Manuel Müller hatte sich eine Infektion im Knie eingehandelt und war noch am Morgen vor dem Kampf in Köln operiert worden. Nebhuth: "Das war natürlich ein Schock für uns. Umso schöner aber ist es jetzt, dass wir dennoch gewonnen haben."

 

Dass das Prestigeduell trotz der Tabellenkonstellation keine Kuschelrunde werden würde, daran hatten die beiden Trainer von Beginn an keinen Zweifel gelassen. "Natürlich wollen wir uns vor heimischem Publikum so teuer wie möglich verkaufen", hatte Eckelmann bereits im Vorfeld angekündigt und stellte nach dem Kampf zufrieden fest, dass sich jeder seiner Schützlinge daran gehalten hatte. "Das war heute ein Erfolg des gesamten Teams, an dem jeder für sich seinen Anteil hatte. Ganz gleich, wer am Ende als Sieger von der Matte ging."

 

Dass für das Wiesbadener Trainerduo die taktische Marschrichtung stets oberste Priorität genießt, musste auch Peking-Starter Daniel Brata akzeptieren. Der Rumäne hätte zu gern auch noch seine zweite Siegprämie eingestrichen, zumal einige Zuschauer seinen ersten Kampf beinahe verpasst hatten. Gegen Lukas Storch stand Kraftpaket Brata ganze sechs Sekunden auf der Matte.





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