Judoka versprühen Hauch von Olympia
28.08.08: 23:08
Der Alltag hat die Judoka wieder. Eine Wochen nach den Olympischen Spielen steht am Wochenende der vierte Kampftag der Männer-Bundesliga auf dem Programm. Am Samstag (17 Uhr) empfängt der JC Wiesbaden in der Sporthalle am 2. Ring Ippon Rodewisch. Titelverteidiger TSV Abensberg trifft zur gleichen Zeit im bayrischen Derby auf den TSV Großhadern. Mit dabei ist Olympiasieger Ole Bischof, dem JCW-Coach Patric Nebhuth in Peking "eine absolute Glanzleistung" attestiert. Interessant dabei: Bischof trainiert an seinem Wohnort in Köln oft gemeinsam mit den JCW-Kämpfern Manuel Müller und Florian Germroth. "Die waren natürlich ganz happy, dass ihr Trainingskollege Olympiasieger wurde", sagt JCW-Betreuer Philipp Eckelmann.
Möglicherweise werden aber auch am 2. Ring einige Olympia-Teilnehmer in Aktion zu sehen sein. Auf Seiten des gastgebenden JCW zum Beispiel der holländische Ex-Weltmeister Guillaume Elmont, der in der 81-kg-Kategorie in China immerhin Rang fünf belegte. Ein dickes Fragezeichen steht dagegen noch hinter dem Einsatz des Rumänen Daniel Brata, in Peking Siebter in der Klasse bis 100 kg. Nebhuth: "Ich konnte ihn bisher telefonisch leider noch nicht erreichen."
Weitere Kandidaten für den Einsatz gegen den Tabellenfünften aus Sachsen sind die beiden Spanier Angel Parra (Schwergewicht) und Xavier Fernandez (bis 60 kg) sowie der Holländer Benjamin von Leeuwarden (bis 100 kg). Klar, dass aber auch Manuel Müller und Florian Germroth bei den Hausherren auf der Kämpferliste stehen werden.
Auch bei den Sachsen ist der Einsatz von Olympia-Teilnehmern wahrscheinlich. Dickster Fisch hier ist zweifellos der Holländer Hank Grol, Bronzemedaillengewinner in der Klasse bis 100 kg. Überhaupt dominieren Niederländer und Ungarn den Kader von Ippon Rodewisch. Dennoch sieht Nebhuth sein Team nicht chancenlos. "Außer Abensberg kann im Prinzip in der
Bundesliga jeder jeden schlagen."
Nach den Niederlagen gegen Abensberg, Esslingen und Ettlingen an den ersten drei Kampftagen kommen nun in der zweiten Saisonhälfte also eher lösbare Aufgaben gegen Rodewisch, Rüsselsheim, Großhadern und Leipzig. "Da müssen wir auf jeden Fall punkten", fordert Patric Nebhuth. Am besten fängt sein Team am Samstag schon mit dem Punktesammeln an.
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