JCW-Judoka geben sich betont kämpferisch
19.09.08: 23:38
Von: Wiesbadener Kurrier
 Wird dem JCW auch gegen Großhadern fehlen: Manuel Müller
Nach dem jüngsten 8:6-Erfolg im Nachbarschaftsduell gegen Rüsselsheim haben die Bundesliga-Judoka des JC Wiesbaden neuen Mut geschöpft. "Wir werden uns auch diesmal nicht kampflos geschlagen geben", sagt Philipp Eckelmann, neben Patric Nebhuth einer der beiden verantwortlichen Trainer beim JCW, vor dem morgigen Saisonfinale gegen den TSV Großhadern (17 Uhr, 2. Ring). Ein Blick auf die Tabelle allerdings macht deutlich, dass diesmal ein ganz anderes Kaliber auf die Hausherren wartet. Zusammen mit dem übermächtigen TSV Abensberg führen die Münchner das Feld in der Süd-Gruppe an und werden sich - auch wenn die eigene Teilnahme an der Meisterschafts-Endrunde längst in trockenen Tüchern ist - keine Blöße geben wollen.
Der einfache Grund: Als Erster oder Zweiter der Tabelle warten zum Auftakt der Titelkämpfe die mutmaßlich leichteren Gegner aus der Nord-Gruppe. "Ein Vorteil, den man nicht freiwillig aus der Hand geben wird", weiß auch Eckelmann, rechnet im gleichen Atemzug aber vor, dass mit einem Überraschungssieg gegen Großhadern sogar noch die drohende Abstiegs-Relegationsrunde zumindest theoretisch verhindert werden könnte. Ein Grund mehr für die Gastgeber, sich erneut mit dem ein oder anderen Ausländer zu verstärken. Eckelmann: "Das sind wir allein schon unserem Publikum schuldig."
Fehlen wird dagegen erneut Manuel Müller. Der erfolgreichste Punktesammler des JCW darf nach überstandener Knieoperation vermutlich heute das Krankenhaus verlassen und hofft, wenigstens bis zu den Deutschen Meisterschaften Anfang November wieder fit zu sein. "Das wird schwer genug, aber ich werde nichts
unversucht lassen", gibt sich der 26-Jährige gewohnt kämpferisch. "Wir drücken ihm beide Daumen", ergänzt Eckelmann nicht ganz uneigennützig. Steht doch nur eine Woche später die Abstiegs-Relegationsrunde beim Zweitliga-Süd-Meister Backnang an.
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