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NEWS der JUDO-Abteilung

JC Wiesbaden zum Nachsitzen verdammt

08.09.08: 15:20

Von: Wiesbadener Kurrier





ie Stimmung befindet sich am Tag nach der fünften Saisonniederlage irgendwo zwischen Keller und Tiefgarage. Sprich: ganz unten. Kurzfristig scheint keine Besserung in Sicht. Wie auch. Der Judo-Club Wiesbaden kann nämlich in den verbleibenden Bundesliga-Heimkämpfen gegen den JC Rüsselsheim (Samstag, 17 Uhr) und TSV Großhadern (Samstag, 20. September) tun und lassen, was er will, der Abstiegsrelegationsrunde (8. oder 15.November) entkommt das punktlose Schlusslicht nicht mehr.

 

Das ist seit diesem Samstag, seit der 4:9-Niederlage beim JC Leipzig Fakt. Die knallharte Realität. Trainer Philipp Eckelmann sagt: "Das müssen wir alle erst mal verarbeiten, das hatten wir so nicht erwartet und wird unseren eigenen Ansprüchen auch nicht gerecht." Fortan definieren die Judoka aus der hessischen Landeshauptstadt ihre Vorstellungen völlig neu: Sie wollen das Derby gegen den JC Rüsselsheim, der just gegen Rodewisch seinen ersten Saisonsieg feierte (9:5), gewinnen. Und im abschließenden Vierer-Relegationsturnier, in dem die letzten Zwei der Bundesliga und die ersten Zwei der Zweiten Liga um zwei Bundesligaplätze fighten, wollen sie unter Beweis stellen, "dass wir in die Bundesliga gehören. Sollten wir mit dem kompletten Team antreten, dann dürften uns die beiden Zweitligisten nicht gefährden", glaubt Eckelmann.

 

Bislang lagen die Wiesbadener mit ihren Prognosen ausnahmslos falsch. Auch in Leipzig hatte sich der JCW etwas ausgerechnet. Doch wie es meistens so ist: Blöde Umstände machten dem Erfolgserlebnis einen Strich durch die Rechnung. Weltklasse-Athlet Guillaume Elmont, im Gepäck der fünfte Platz bei den Olympischen Spielen, kam mit Frank Dedek überhaupt nicht zurecht, ließ sich eine halbe Minute vor Kampfende gar aufs Kreuz legen. Und Benjamin van Leeuwaarde knallte nach eineinhalb Minuten auf den Tatami. Eigentlich waren die Spitzenjudoka verpflichtet worden, um zu punkten. Wie der Rumäne Daniel Brata, gemeinsam mit Florian Germroth und dem fleißigsten JCW-Punktesammler Manuel Müller einer der wenigen Lichtblicke in Reihen des Tabellenletzten. Der Olympia-Teilnehmer fertigte seine Konkurrenten nach 29 und 15 Sekunden ab, dürfte auch am kommenden Samstag gegen den Lieblingsrivalen aus Rüsselsheim auf die Matte gehen. Dann geht´s - auch das gibt es in heutigen Zeiten noch - um die Ehre. Ums Nachsitzen nach der regulären Saison kommt der Judo-Club nicht mehr herum.





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