
Was ist Kendo ?

Wörtlich übersetzt bedeutet dieser japanische Begriff "Weg des Schwertes" (Ken = Schwert, Do = Weg). Kendo ist eine alte japanische Kampfkunst mit einer Tradition, die bis hin ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Aus der ursprünglich reinen Kriegskunst, entwickelte sich das heutige Kendo im Laufe der Epochen zu einer Kunst, die neben der technischen Vollendung immer auch geistige Werte zu verkörpern sucht.  Geschichte des Kendo

In den kriegerischen Zeiten des 15. Jahrhunderts diente Kendo vor allem dazu, dem japanischen Adligen, dem Samurai, den richtigen Umgang mit seinem Schwert zu vermitteln. Zu jener Zeit perfektionierte man in Japan das Schwertfechten. In den Fechtschulen (Dojo) wurden die vorher genau festgelegten Angriffstechniken geübt: Mit einer rasiermesserscharfen Originalwaffe trug der Meister den Angriff vor, den der Schüler dann in einer festgelegten Art parieren musste. Das Prinzip dieser ursprünglichen Form des Trainings hat sich bis heute in der Nihon Kendo Kata erhalten. Dort ist auf die richtige Technik, Haltung und Konzentration zu achten.
Heute wird im Kendo natürlich nicht mehr mit einem scharfen Schwert trainiert, an dessen Stelle ist anfangs das Bokken (Holzschwert) getreten das später durch das Shinai (Bambusschwert) abgelöst wurde.  Kendo in Wiesbaden

In Deutschland gibt es Kendo seit 1965. Damals brachte der spätere Bundestrainer Gerd Wischnewski aus Wiesbaden diese Sportart von einem Japan-Aufenthalt zurück. Der Ausgangspunkt des deutschen Kendos ist also die hessische Landeshauptstadt. Wischnewskis erste Schüler waren Eberhad Riemann sowie Gerd Walsdorf.
Natürlich wird auch heute noch Kendo in Wiesbaden trainiert. Die hochmotivierten Trainer Dieter Ott, 6. Dan, Stefan Guffler, 4. Dan und Antje Müller, 3. Dan bieten in drei Trainingseinheiten ein abwechlungsreiches und intensives Training.  Das Training

Der Kendoka kämpft, natürlich gut gepanzert, mit einem Bambusschwert (Shinai). Zur Rüstung gehören neben der Kendojacke (Keikogi) und dem Hosenrock (Hakama) ein Kopfschutz (Men), ein Brustpanzer (Do), außerdem ein Schutzpolster an den Händen (Kote) und den Lenden (Tare).
Diese Ausrüstung schützt die vier im Wettkampf zu treffenden Angriffspunkte (Kopf, Handgelenke, Brust oder Kehlkopf). Nur Treffer in diesen Bereichen und mit der richtigen Kampfhaltung und Technik ausgeführt werden gewertet.
Viele Anfänger lassen sich von den hohen Kosten für die Ausrüstung (komplett etwa 500,- EUR) abschrecken, doch benötigt der Anfänger nicht mehr als einen einfachen Trainings- oder Judoanzug sowie ein Bambusschwert, das schon ab ca. 40,- EUR zu haben ist. Rüstungen werden in den meisten Vereinen zudem zur Vefügung gestellt, so dass jeder die Möglichkeit bekommt, erst einmal zu erfahren, was Kendo ist. 
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