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Die Geschichte des JCW

  • 1920: Otto Schmelzeisen kommt durch seinen Beruf als Polizeibeamter erstmals mit Jiu- Jitsu auf einem Beamtenausbildungslehrgang in Berührung.

  • 1922: Schmelzeisen gründete den Jiu-Jitsu-Club Wiesbaden, kam mit dem Polizeisportlehrer Alfred Rhode - später Ehrenpräsident des Deutschen Dan-Kollegiums - in Verbindung, der in Frankfurt den ersten deutschen Jiu-Jitsu- Club gegründet hatte. Otto Schmelzeisen und Alfred Rhode schufen in den Folgejahren zusammen die deutsche Judo-Hochburg Rhein-Main.
    Der Judo-Club Wiesbaden 1922 e.V. zählt mit dem ersten Deutschen Judo-Club Frankfurt am Main und dem ersten Berliner Jiu-Jitsu-Club, die alle 1922 gegründet wurden, zu den drei ältesten Judo-Vereinen Deutschlands, in denen ursprünglich nur Jiu-Jitsu - auch wettkampfmäßig - betrieben wurde. Erst 1926 "erlebten" unsere Jiu-Jitsuka bei dem großen Städtekampf Wiesbaden-Frankfurt gegen London Judo als Kampfsport, nämlich das Gentle-Judo des japanischen Meisters und Professors am Budokwai, Mister Koizumi.
    Diese Begegnung war von großer Bedeutung, da die deutschen Kämpfer erstmalig mit dem Begriff "Judo" in Theorie und Praxis vertraut gemacht wurden. Dabei konnte festgestellt werden, daß zwischen dem in Deutschland bis dahin gepflegten Jiu-Jitsu und dem japanischen Judo doch ein bedeutender Unterschied bestand.

  • 1929: Bis 1929 wurde der JCW - als Jiu-Jitsu-Club Wiesbaden e.V. - neben der sportlichen Betreuung durch seinen Begründer, Otto Schmelzeisen, von dem Kaufmann Carl Lahr in Mainz und danach von dem Wiesbadener Zahnarzt Dr. Paul Wehner als Vorsitzenden geleitet.

  • 1930: Deutsche Judoka aus Wiesbaden und Frankfurt kämpften erstmalig in England und zwar unter anderem in Cambridge (Universität), in London und in Birmingham.

  • 1933: Der gesamte deutsche Judosport wurde unter der Sparte "Judo" in das Fachamt Schwerathletik des Deutschen Reichbundes für Leibesübungen eingegliedert.

  • 1934: Erstmalig europäische Judo-Einzelmeisterschaften im Kristallpalast in Dresden.

  • 1937: Eine kombinierte Mannschaft aus Wiesbaden und Frankfurt kämpften mit großen Erfolg in London. Das war die erste Niederlage der bis dahin ungeschlagenen Judo-Metropole in Europa.
    Im gleichen Jahr fand noch der Rückkampf gegen die Engländer in Wiesbaden statt. Stätte des damaligen Kampfgeschehens war das bei den alten Wiesbadenern unvergessene Paulinenschlösschen.

  • 1939: Mit der letzten Judo-Sommerschule in Frankfurt am Main unter der Leitung von Alfred Rhode (Altvater des deutschen Judosportes, 8. Dan und Ehrenpräsident des Deutschen Dan-Kollegiums e.V.) schlossen die internationalen Begegnungen der deutschen Judoka vor dem Kriege ab.
    1939 - 1945: Kriegsbedingte Zustände auch im deutschen Judosport.
    1945 - 1948: Verbot der Kampfsportart Judo durch die alliierten Besatzungsmächte.

  • 1948: Nachdem die Ausübung des Judosportes wieder erlaubt war, wurde Otto Schmelzeisen als einer der Ersten aktiv tätig. Er wirkte als hessischer Landesfachwart für Judo im Deutschen Athletenbund sowie als Bundessportwart für Judo bis zur Gründung des Deutschen Judo-Bundes.
    Der Judo-Club Wiesbaden mußte wieder ganz von vorne beginnen. Die alten Matten und Geräte (zuletzt gelagert in den Schulen an der Rheinstraße und der Hebbelstraße) waren in alle Winde verstreut. Viele Mitglieder waren gefallen, viele Mitglieder noch in Gefangenschaft.

  • 1950: Der ehemalige Jiu-Jitsu-Club Wiesbaden wurde umgeschrieben in den Judo-Club Wiesbaden 1922 e.V.
    Bis zum 30. November 1950 oblag der Vorsitz Dr. med. Hartmut Weber aus Wiesbaden, gefolgt von Heilpraktiker Theodor Scharmann, dem späteren Präsidenten des Vereines.

  • 1951: stellte der JCW die erste Judo-Großveranstaltung nach dem Kriege auf die Beine, an die sich noch viele alte Wiesbadener erinnern können. Damals besuchte unsere Stadt der spätere Präsident der internationalen Judo-Federation, Risei Kano, der Sohn von Professor Jigoro Kano (Begründer des modernen Judo). In seinem Gefolge kamen weltbekannte Judomeister nach Wiesbaden, darunter der mehrfache Alljapanische Meister Daigo, der in seinen Linienkämpfen Judo in Vollendung demonstrierte und die Fachwelt in Staunen und Bewunderung setzte. Der ausverkaufte große Kurhaussaal war die glanzvolle Kulisse der Veranstaltung, die ein nachhaltiges Echo in der Öffentlichkeit fand und dem Judosport in unserer Stadt seine gesellschaftliche Stellung sicherte.

  • 1952: wurde Werner Heim durch die Jahreshauptversammlung in den Vorstand des Clubs als 2. Vorsitzender berufen. Dieses Amt schloß im Lauf der folgenden Jahre die gesamte Geschäftsführung des Vereines ein.

  • 1953: Gründung des Deutschen Judo-Bundes e. V. (DJB) in Hamburg. In diesem Jahr kämpfte erstmalig unsere Vereinsmannschaft in Mannheim um den Rhein-Neckar-Pokal und konnte diesen heiß umstrittenen Pokal nach Wiesbaden entführen.

  • 1954: Der 15. August war zweifelsohne ein denkwürdiger Tag in der Vereinsgeschichte. Otto Schmelzeisen übergab die Sportleitung des Vereins in jüngere Hände. Er vertraute dieses Amt seinem ehemaligen Schüler Aribert Rinnert an. Otto Schmelzeisen selbst wurde zum Ehrensportleiter ernannt.
    Rinnert gab jedoch nur ein kurzes Gastspiel in Wiesbaden. Er kehrte am 28. Februar nach Algerien zurück.

  • 1955: Mit Franz-Josef Gresch, den der JCW dann als Sportwart verpflichten konnte, hatten wir das große Los gezogen. Gresch war ein erfolgreicher und stadtbekannter Kämpfer. Er organisierte einen vorbildlichen Sportbetrieb und gab neue kämpferische Impulse. Den im vorhergehenden Jahr verlorenen Rhein-Neckar-Saar-Pokal konnte die JCW-Mannschaft wieder nach Wiesbaden holen. Im November hatten wir eine Brüsseler Stadtauswahl mit Europameister Outelet und dem japanischen Meister Ishiro Abe zu einem Städtekampf im Wiesbadener Kasino-Saal zu Gast.

  • 1956: wurde der Hessische Judo-Verband gegründet. Unser Club war von Anfang an gut im Verbandsvorstand vertreten. Franz-Josef Gresch übernahm das Amt des Landessportwartes, Werner Heim nahm sich der Schriftführung und später dem Amt des Pressewartes an. Im Oktober bestritten wir in Dresden einen Freundschaftskampf gegen mehrere ostdeutsche Mannschaften.

  • 1957: im März fand in Wiesbaden der Rückkampf gegen drei Mannschaften aus Dresden statt. - Dieter Grüger, späterer Jugendwart und Präsident des JCW, belegte bei den Deutschen Judo-Jugendbestenkämpfen in Haßloch in der Klasse bis 55 Kilo den 1. Platz und wiederholte diesen Erfolg auch 1958.

  • 1958: Aus beruflichen Gründen übergab F.-J. Gresch das Amt des Sportwarts an Helmut Körner, der im selben Jahr unsere erste Mannschaft über die Hessische Mannschaftsmeisterschaft in die Gruppenliga Süd-West führte.

  • 1959: Neue Ideen in der Werbung brachten uns mehr Mitglieder: Unsere Kurse für Judo und Selbstverteidigung, die für die Teilnehmer frei von Mitgliedszwang waren, fanden guten Anklang. Wir beschritten damit als einer der ersten Vereine den "Zweiten Weg".

  • 1961: Wir durften feststellen, daß 70 % aller hessischen Sportveranstaltungen vom JCW ausgerichtet wurden. Diese massive Werbung für den Judo-Sport mußte auf die Dauer gesehen Früchte tragen.

  • 1962: Im April feierte der Verein sein 40-jähriges Clubjubiläum im Germaniaheim. Die Mitgliederzahl liegt inzwischen bei 235.
    Im Oktober des Jahres holte Clubmitglied Peter Wanger bei den Deutschen Einzelmeisterschaften in Berlin in seiner Gewichtsklasse den Titel eines Deutschen Judovizemeisters. - Im Dezember des gleichen Jahres veranstalteten wir in Wiesbaden die 1. internationalen Deutschen Judomeisterschaften. Clubmitglied Willi Hager belegte hierbei im Leichtgewicht einen beachtlichen 3. Platz Die Vereinsmannschaft wurde Hessischer Mannschaftsmeister.

  • 1963: 2. Platz in der Gruppenliga Süd-West. Im Mai internationales Judoturnier im Germaniaheim gegen eine Vereinsmannschaft aus Paris. Nach der Qualifikation in der Süd-Westgruppe nimmt die JCW-Mannschaft an den Deutschen Vereinsmannschaftsmeisterschaften teil.

  • 1964: Unter anderem fand ein Freundschaftskampf gegen Berlin-Tegel in Wiesbaden statt. Zum Rückkampf fuhren wir im September nach Berlin. Clubmitglied Sigurd Seifert wurde Deutscher Polizeimeister im Leichtgewicht und im gleichen Jahr Deutscher Juniorenmeister.

  • 1965: Am 15. Februar konnten wir in die neue Turnhalle in der Gutenbergschule einziehen. Endlich hatten wir genügend Platz für den ständig wachsenden Verein und eine Ausdehnungsmöglichkeit für das Training insbesondere bei der Jugend. Mit dieser Hallenzuweisung wurden wir von der Stadt Wiesbaden für unsere gute sportliche Breitenarbeit belohnt.
    Wir gründeten offiziell ein Karate-Dojo und schlossen uns dem Deutschen Karatebund an, um die bisher nur vereinsintern betriebene Fachsparte Karate entsprechend dem immer stärker werdenden Interesse von außen und der Mitglieder ordnungsgemäß zu organisieren, zu schulen und auszuweiten. Als einziger Übungsleiter stand Werner Heim zur Verfügung, der auf dem Sektor Karate unbeirrt Pionierarbeit leistete. Gegen Ende des Jahres wurde im Deutschen Judobund eine Karatekommission gegründet. Der JCW verließ den DKB und schloß sich der Karatesektion im DJB an. - Im Mai hatten wir eine Judomannschaft der Metropolitan Police London zu Gast in Wiesbaden. - Unser Clubmitglied Rene Pomerelle wurde 3. Europameister der US-Streitkräfte im Schwergewicht. - Albert Michael wurde deutscher Juniorenmeister im Mittelgewicht. - Werner Ruppert plazierte sich als Vizemeister im Leichtgewicht und erhielt erstmalig eine Berufung in die Nationalmannschaft. - Im August des Jahres kehrte Clubmitglied Gerd Wischnewski nach dreijährigem Aufenthalt aus Japan zurück. Als neue Graduierungen bringt er mit: 2. Dan Aikido, 2. Dan Kendo, 1. Dan Karate. Im JCW werden neue Gruppen für Aikido und Kendo eingeführt.

  • 1966: Werner Ruppert erringt die Deutsche Einzelmeisterschaft im Judo in der Klasse bis 63 Kilo. - Albert Michel wurde Deutscher Judovizemeister in der Klasse bis 70 Kilo sowie Deutscher Polizeimeister. - Gerd Wischnewski übernimmt das neue Amt des Budo-Sportwartes im JCW. Im Verein wurden jetzt neue Fachabteilungen für Judo und Selbstverteidigung, Karate, Aikido und Kendo gebildet mit eigenen Abteilungsvorständen. Dieter Grüger übernimmt das Amt des Jugendwartes. - Der Deutsche Judobund gründet eine Sektion Aikido, dessen Leiter und Bundestrainer Gerd Wischnewski im folgenden Jahr wird. - Im November dieses Jahres veranstaltet der JCW die erste Budo-Großveranstaltung in der Sporthalle am Elsässer Platz. Diese Veranstaltung war die erste dieser Art in der Bundesrepublik. Der Öffentlichkeit wurden erstmals die Budo-Sportarten Judo, Karate, Aikido und Kendo in einer Veranstaltung demonstrativ dargeboten.

  • 1967: Erstmalige Teilnahme des DJB an der Jahresversammlung der europäischen Kendo-Union in Brüssel (vertreten durch Eberhard Riemann, dem Leiter der Kendo-Abteilung im JCW). Werner Heim übernimmt das Amt des JCW-Präsidenten. Theodor Scharmann wird zum Ehrenpräsidenten ernannt. - Die Karatemannschaften des JCW erringen in Nürnberg die Deutsche Karate- Mannschaftsmeisterschaft. - Weitere Berufungen erfolgen für: Werner Heim als Vizepräsident des Deutschen Dan-Kollegiums e. V., Günther Kusch, JCW-Abteilungsleiter Karate, als Budosachbearbeiter im Hessischen Judoverband.

  • 1968: Der Deutsche Dan-Tag des Deutschen Dan-Kollegiums beschließt die Aufnahme des Ju Jutsu als "4. Weg". Die von Werner Heim und Franz-Josef Gresch, der inzwischen ebenfalls wieder zum JCW zurückgekehrt ist, maßgeblich gestalteten Prüfungsrichtlinien für Kyu- und Dangrade wurden verabschiedet. Werner Heim führte die Bundesgruppe Ju-Jutsu im DDK als Bundesvorsitzender, Gresch ist in dieser Sektion als Bundesprüfungsbeauftragter tätig. - Der JCW gewann zum zweiten Mal die Deutsche Karate-Mannschafts-meisterschaft in der in Wiesbaden selbst ausgerichteten Veranstaltung. - Albert Michel erringt die Deutsche Polizeimeisterschaft im Judo zum zweiten Mal und wird Dritter bei den Polizeieuropameisterschaften. - Rene Pomerelle wird Judo-Europameister der amerikanischen Streitkräfte sowie 3. Weltmeister der amerikanischen Streikräfte in der Allkategorie. - Werner Ruppert erringt den Titel eines Internationalen Deutschen Judomeisters in der Klasse bis 63 Kilo.

  • 1969: Franz-Josef Gresch übernimmt von Günther Kusch das Amt des Bundessachbearbeiters. Die Mannschaft der JCW-Jugend wurde Deutscher Judo-Jugendvizemannschaftsmeister und reist als Belohnung 8 Tage in das Ferienlager nach Golfe Bleu. Bildung einer offiziellen Ju-Jutsu-Abteilung. - Qualifikation für die Judo-Bundesliga ab 1970. - Werner Ruppert erringt zum dritten Mal eine Deutsche Judomeisterschaft.

  • 1970: Teilnahme an der Judo-Bundesliga ab 6. Juni. - Bei den Judo-Einzelmeisterschaften plazierten sich: Erich Armbrust als Deutscher Juniorenmeister, Peter Biller als Deutscher Jugendmeister, Michael Erhard als Deutscher Juniorenmeister, Tanja Kremer als 2. Deutsche Jugendbeste der Mädchen bis 45 kg. - Die JCW-Jugendmannschaft der Karateabteilung wird Jugend-Karatevizemannschaftsmeister.

  • 1971: Werner Ruppert wurde zum vierten Mal Deutscher Judomeister in der Klasse bis 63 kg. Michael Erhard wurde Internationaler-Holländischer-Judo-Juniorenmeister.

  • 1972: Der glanzvolle Rahmen des 50. Clubjubiläums wurde von der Wiesbadener Presse als gesellschaftliches Ereignis gewürdigt. Dem JCW-Präsidenten Werner Heim wurde u. a. vom DJB "in Anerkennung seiner herausragenden Verdienste um den Aufbau und die Verbreitung der Budosportarten in Deutschland" die DJB-Ehrennadel in Gold mit Diplom verliehen. - Das Jubiläum endete mit der Einweihung des "Westend-Dojo". Die Stadt Wiesbaden stellte dem JCW in der Riederbergschule einen Übungsraum mit fest verlegten Matten zur Verfügung, in dem täglich ab 15 Uhr trainiert werden konnte. Es war uns somit möglich, auch einen Judounterricht für Kinder ab 6 Jahren einzuführen.
    Als sportliche Erfolge sind noch nachzutragen: Cornelia Weiss, Deutsche Jugendmeisterin im Judo bis 66 kg; Peter Biller, Deutscher Juniorenmeister im Judo, Mittelgewicht.

  • 1973: Die Mitgliederzahl des Vereins erreichte die Traumgrenze 1000; 70 % der Mitglieder sind Jugendliche unter 18 Jahren.
    Das Jahr brachte gute sportliche Erfolge: Judo-Bundesliga-Mannschaft: 3. Platz; Rudi Sanner Teilnehmer der Judo-Weltmeisterschaft in Lausanne in der Gewichtsklasse bis 70 kg; Kurt Pilger belegte als Mitglied der deutschen Mannschaft bei den Europameisterschaften in Madrid den 3. Platz, weiterhin wurde er Deutscher Meister im Judo bis 63 kg; Hans-Jürgen Casper Deutscher Meister im Kendo; Gerd Walsdorf Deutscher Vizemeister im Kendo. Erfolgreiche "Ostkontakte" stellte JCW-Vizepräsident und Abteilungsleiter Judo, Klaus Hanelt, mit Vereine in Bulgarien und Rumänien her, bei denen Freundschaftskämpfe und gegenseitige Gastbesuche stattfanden. Otto Schmelzeisen, der Vereinsgründer und Ehrensportleiter des JCW, 7. Dan, erhält als erster Judoka für seine Verdienste um den Deutschen Judosport das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse vom Bundespräsidenten.

  • 1974: Sportliche Erfolge krönten auch unsere Vereinsarbeit in diesem Jahr: Rudi Sanner Internationaler Deutscher Meister im Judo Weltergewicht; Karlheinz Schmid Vizemilitärweltmeister Judo Schwergewicht, 3. Platz Junioren Europameisterschaft Judo Halbschwergewicht.
    Eine Hobby-Gruppe unter der Leitung von Werner Heim nimmt das Training in Stickfighting auf. Diese Gruppe wird später unter der Bezeichnung Bo-Jutsu der Abteilung Ju-Jutsu zur Betreuung zugeordnet.

  • 1975: Die Jahreshauptversammlung beschließt, künftig den Vereinsnamen mit dem Zusatz zu führen: "Fachverein für Budosportarten". - Der Jugendwart Dieter Grüger wird als Frauen- und Mädelwart in den HJV gewählt und für seine langjährige verdienstvolle Tätigkeit im Verein und Verband mit der HJV-Ehrennadel und Ehrenbrief ausgezeichnet. - Einen besonders eindrucksvollen Erfolg im Judo erreichte unser Clubmitglied Cornelia Weiß bei den ersten Damen-Europameisterschaften: sie belegte in der Klasse bis 66 kg den 3. Platz und errang eine Bronzemedaille. - Karate-Nachwuchskämpfer Thomas Sill beginnt seine sportliche Laufbahn mit Erringung der Hessischen Jugend-Einzelmeisterschaft. Weitere hervorragende Plazierungen bei verschiedenen Karate-Wettbewerben folgten Jahr für Jahr.

  • 1976: Die Deutschen Kendo-Einzelmeisterschaften werden in der Dyckerhoff-Sporthalle in Wiesbaden-Biebrich ausgerichtet. Die Mitglieder der Kendo-Abteilung brillieren mit einer organisatorischen Glanzleistung. Das Rahmenprogramm bringt alle Budo-Abteilungen in einem einmaligen Wettbewerb auf die Matte. Der Beifall für diese erstklassige Show wird mit Phonmessung registriert und bringt bis zu 120 Dezibel.
    Thomas Sill übernimmt die Leitung der Karateabteilung. Neben dem traditionellen Stil wird das moderne Leichtkontaktkarate in das Trainingsprogramm aufgenommen. - Sportliche Erfolge belohnen den Einsatz vieler Aktiven: Marwick Fuß Internationaler Deutscher Meister Karate; Thomas Sill Internationaler Deutscher Vizemeister Karate; Albert Michel Deutscher Polizeimeister und Europavizemeister Judo im Mittelgewicht; Volker Riemann Deutscher Vizemeister im Kendo; Claudia Albert 3. Platz bei den Internationalen Deutschen Damenmeisterschaften im Judo. Marwick Fuß übernimmt die Leitung der Karateabteilung. Neben dem traditionellen Stil wird das moderne Leichtkontaktkarate in das Trainingsprogramm aufgenommen. - Sportliche Erfolge belohnen den Einsatz vieler Aktiven: Marwick Fuß Internationaler Deutscher Meister Karate; Thomas Sill Internationaler Deutscher Vizemeister Karate.

  • 1977: Otto Schmelzeisen wird aus Anlaß seines 85. Geburtstages der 8. Dan Judo vom DDK verliehen. Werner Heim wurde 6. Dan Ju-Jutsu, Franz-Josef Gresch 5. Dan Ju-Jutsu. - Prof. Dr. med. Hubert Abel und Adolf Klug, Abteilungsleiter Ju-Jutsu und langjähriger Landesprüfungsbeauftragter, haben eine neue Übungsgruppe eingerichtet: "Gymnastik und Selbstverteidigung für die zweite Lebenshälfte" - Fitnesstraining für Gesunde und Rekonvaleszenten.
    Im Hessischen Judoverband haben jahrelange Initiativen des JCW zum Erfolg geführt: Die Budosektionen sind jetzt - wie im JCW bereits seit 1966 - mit Sitz und Stimme im HJV-Vorstand vertreten. Der JCW stellt für Aikido Hartmut Gerber, für Kendo Jürgen Fuhr und für Ju-Jutsu Werner Heim.
    Bei der Jahreshauptversammlung des JCW vollzieht sich in der Führungsspitze ein Wechsel. Nach 25jähriger Arbeit im Vorstand als 2. Vorsitzender, geschäftsführender 2. Vorsitzender und zuletzt 10 Jahre als Präsident stellt sich Werner Heim aus beruflichen Gründen für ein aktives Vorstandsamt nicht mehr zur Wahl. Als Nachfolger und neuer Präsident wird der langjährige Jugendwart Dieter Grüger (Judolehrer, 4. Dan) gewählt. Die Versammlung ehrte Werner Heim mit der Wahl zum Ehrenpräsidenten; ihm wurde als höchste Auszeichnung des Vereins die Ehrennadel in Gold mit Rubin verliehen.

  • 1978: Die Kendo-Abteilung gewinnt die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Kendo. Ein großartiger Erfolg für die kleinste Abteilung, die zeitweilig bis 5 Kendoka in der deutschen Nationalmannschaft stellt und fleißig unter dem japanischen. Bundestrainer Kaneda trainiert. In Wiesbaden wird die 1. Deutsche Schülermeisterschaft im Kendo ausgerichtet.
    JCW-Ehrenmitglied Franz-Josef Gresch übernimmt die Leitung der DDK-Bundesgruppe Ju Jutsu. Aikidotrainer Hartmut Gerber übernimmt die Leitung der DJB-Sektion Aikido; in Japan wird ihm der 3. Dan Aikido verliehen.

  • 1979: Ausrichtung der Deutschen Kendo-Einzelmeisterschaften durch den JCW in Taunusstein. - Die Kendo-Abteilung beschäftigt einen eigenen japanischen Honorartrainer, um das Leistungsniveau auf Bundesebene gegen die starke Konkurrenz aus Berlin und Nordrhein-Westfalen halten zu können. - Werner Ruppert wird Bundestrainer der Frauen (Judo). - Andreas Göbel belegt bei der Internationalen Junioren-Meisterschaft in Bad Homburg den 3. Platz.

  • 1980: Klaus Hanelt tritt als Vizepräsident zurück. Vom JCW und HJV wurde er mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Nachfolger wird Eberhard Jordan.
    Unser Schatzmeister Herbert Mernberger, Träger der Goldenen Ehrennadel des JCW, wird für 23jährige fürsorgliche Verwaltung und Vermehrung des Vereinsvermögens vom Hessischen Judo-Verband mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet. Damit wurde eine verdiente Arbeit "hinter den Kulissen" gewürdigt, die dem Budogroßverein immer eine gesunde finanzielle Basis garantierte.
    Bei den Deutschen Hochschul-Meisterschaften belegten Andreas Göbel, Alexander Grautegein und Karl-Heinz Schmid einen 1. Platz. - 4 Kendoka waren bei den Kendo-Weltmeisterschaften in Japan mit dabei. - Andreas Göbel: Südwestdeutsche Einzelmeisterschaft 1. Platz Leichtgewicht.

  • 1981: Andrea Endres erringt den 3. Platz bei der Deutschen Einzelmeisterschaft der weiblichen Jugend. Sie wird in den Nationalkader aufgenommen. Auch Jürgen Hoffmann schafft den Sprung in den DJB-Jugend-Nationalkader. Die Judo-Bundesligamannschaft erringt einen beachtlichen 3. Platz.
    Die Kendoka werden in der Besetzung Dieter und Frank Ott, Jürgen Fuhr, Gerd Walsdorf, Jürgen Küchmann und Volker Zahnow als Mannschaft "Hessen I" Deutscher Meister.

  • 1982: Otto Schmelzeisens 90. Geburtstag am 10. April wurde im Jubiläumsjahr des JCW gewürdigt. Die Judo-Bundesligamannschaft belegte Rang drei; dies sollte die beste Plazierung für die folgenden zehn Jahre sein.
  • 1983: Vereinsgründer Otto Schmelzeisen verstarb im Alter von 91 Jahren. - Jürgen Hoffmann wurde Deutscher Juniorenmeister im Judo.
  • 1984: Jürgen Hoffmann gewann abermals den Titel des Deutschen Juniorenmeisters. Von 1983 bis 1985 belegte Jürgen Hoffmann bei der Internationalen Deutschen Juniorenmeisterschaft abwechselnd die Ränge eins, zwei und drei.
  • 1985: Dieter Grüger trat als Präsident, Eberhard Jordan als Vizepräsident zurück. Nachfolger wurden Franz-Josef Gresch als Präsident und Klaus Hanelt als sein Stellvertreter. - Im Kendo holte Frank Ott sich den Titel des Deutschen Einzelmeisters.
  • 1986: Franz-Josef Gresch schied als Präsident aus und überließ den Posten dem neuen Vereinsvorsitzenden Rudi Sanner. - Judoka Jürgen Hoffmann eilte bei den Junioren von einem Triumph zum anderen: Deutscher Meister, Europameister, Weltmeisterschafts-Dritter. Dieter Tings und Christine Neu wurden jeweils Dritter der Deutschen Meisterschaft. - Der Kendoka Gregor Kühn siegte bei der Deutschen Jugendmeisterschaft, Martin Herwig wurde Dritter. Frank Ott landete bei der Deutschen Kendo-Meisterschaft auf Platz drei. Die Kendo-Mannschaft wurde Dritter der Deutschen Meisterschaft mit Frank Ott, Jürgen Fuhr, Martin Herwig, Dieter Krauss, Uwe Kumpf, Gregor Kühn und Dieter Ott.

  • 1987: Dem Cheftrainer der Judoka, Werner Ruppert, wurde der 6. Dan verliehen. Damit würdigte der DJB die ausgezeichnete Arbeit des Diplomsportlehrers, der bis 1985 sieben Jahre lang mit Erfolg die Damen-Nationalmannschaft betreut hatte. - Die Karateka des JCW traten dem Deutschen Karate-Verband bei. - In der Judo-Bundesliga mußte der JCW lange zittern und schaffte erst am letzten Kampftag den Klassenverbleib. Die Oberligamannschaft stieg in die 2. Judo-Bundesliga auf. Christine Neu startete für den DJB bei der Mannschafts-Europameisterschaft in Paris und wurde Dritter. Jürgen Hoffmann zog sich eine schwere Knieverletzung zu und konnte deshalb nicht an der Weltmeisterschaft in Essen teilnehmen, für die er bereits nominiert war. - Im Ju-Jutsu erkämpfte Carsten Gödel sich den Titel des Deutschen Einzelmeisters. - Die Kendo-Mannschaft mit Jürgen Fuhr, Dieter Krauss, Gerd Walsdorf, Rolf Morgenstern und Karl-Heinz Lietz kehrte als Dritter von der Deutschen Meisterschaft zurück. Die Karateka des JCW traten dem Deutschen Karate-Verband bei. Uwe Berg übernimmt die Leitung der Karateabteilung
  • 1988: Klaus Hanelt trat als Vizepräsident zurück, Nachfolger wurde Karl-Heinz Schmid. - Im olympischen Jahr gab es ein Nominierungsgerangel mit dem Ergebnis, daß auf Anweisung von Bundestrainer Heiner Metzler Michael Bazynski (Witten-Annen) und nicht Jürgen Hoffmann zur Olympiade nach Seoul fahren durfte. Jürgen Hoffmann wurde Deutscher Vizemeister. Hoffmann machte sich aufgrund der Querelen mit Bundestrainer Metzler Gedanken über ein Ende seiner internationalen Laufbahn. - Christine Neu siegte in Berlin bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft. Bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft in Kiel gewann Christine Neu ebenso wie Annette Toenz. Im Rhode-Pokal wurde der JCW beim Finale in München überraschend Dritter. Junioren-Judoka Patric Nebhuth triumphierte beim erstmals ausgetragenen Edwin-Cup mit Platz eins. - Der JCW begann im Rahmen der Schulsozialarbeit ein Projekt in der Adalbert-Stifter-Schule unter Leitung von Judotrainer Alexander Grautegein. - Der Ju-Jutsuka Carsten Gödel wiederholte in Hanau seinen Erfolg und wurde abermals Deutscher Meister. Diesen Erfolg versüßte er sich mit dem Gewinn der Internationalen Deutschen Meisterschaft.
  • 1989: Zu Beginn des Jahres wurde von Martin Becker die neue Vereinszeitung KIAI ins Leben gerufen. - Im Sommer zog der JCW in die neue Großsporthalle am Konrad-Adenauer-Ring ein. Ein großes Dojo, Kraft-, Massage- sowie ein Wärmeraum bieten optimale Trainingsbedingungen. Verantwortlich für dieses Projekt zeichnete JCW-Präsident Rudi Sanner, der sich damit in der Vereinsgeschichte ein Denkmal setzte. Der Hessische Judoverband erklärt Wiesbaden zum Landesleistungszentrum Judo. - Jürgen Hoffmann wird wieder Deutscher Meister, Dieter Tings und Jürgen Grasmück erreichten jeweils Platz zwei bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft in München. In Wiesbaden wurde die Judo-Mannschaft der Uni Mainz, die sich überwiegend aus JCW-Kämpfern zusammensetzte, Deutscher Hochschulmeister. Christine Neu und Annette Toenz waren in Mannheim abermals besser als alle anderen Judo-Akademiker. In Tiflis glänzte Christine Neu bei der Studenten-Weltmeisterschaft mit Platz fünf. Patric Nebhuth belegte Platz zwei bei der Deutschen und Platz drei bei der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft. - Klaus Hanelt erwarb den 5. Dan Judo. - Dem Ehrenpräsidenten des JCW, Werner Heim, wurde für die im Ju-Jutsu geleistete Pionierarbeit durch Oberbürgermeister Achim Exner das Bundesverdienstkreuz verliehen. - Carsten Gödel blieb im Ju-Jutsu national und international bei den Deutschen Meisterschaften die Nummer eins. Andreas Hoffmann gelang bei der "Deutschen" der Sprung auf Platz drei. - Die Kendoka Jürgen Fuhr, Dieter Krauss und Martin Herwig wurden als Mannschaft Dritter der Deutschen Meisterschaft. - Der international bekannte Aikidolehrer Tamura (8. Dan) aus Japan hielt einen Lehrgang in Wiesbaden.

  • 1990: Herbert Mernberger gibt nach 33 Jahre langer verdienstvoller Tätigkeit als Schatzmeister des Vereins dieses Amt an Ilona Grüger weiter. - Dieter Grüger wird die goldene Ehrennadel mit Rubin verliehen. - Jürgen Hoffmann meldete sich auf dem internationalen Judo-Parkett zurück und wurde Dritter beim Weltturnier in München. In Heidelberg wurde Hoffmann abermals Deutscher Meister, für Dieter Tings und Jürgen Grasmück gab es die Plätze zwei und drei. Jürgen Grasmück wurde in Münster Deutscher Hochschulmeister. Die Deutsche Jugendmeisterschaft beendete Patric Nebhuth als Dritter. - In Frankfurt fand die Judo-Europameisterschaft statt, bei der 48 JCW-Judoka als Helfer und Organisatoren Regie führten. - Judo-Abteilungsleiter Klaus Hanelt trat "aus persönlichen Gründen" zurück. Sein Nachfolger wurde Andreas Göbel. Für Beate Schmidt übernahm nun Iris Geuder den Posten der Frauenwartin. - Der Ju-Jutsuka Frank Eiffinger siegte in Diepholz bei der Deutschen Jugendmeisterschaft. Carsten Gödel wurde Dritter. - Franz Josef Gresch und Dietrich Brandhorst gründeten einen Bundesverband für Ju-Jutsu, den DJJV.
  • 1991: Wie schon in den vergangenen Jahren verpaßte die Judo-Bundesligamannschaft die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Die Mannschaft der Uni Mainz, mit JCW-Judoka gespickt, wurde in Duisburg Deutscher Hochschulmeister. Patric Nebhuth schnitt mit dem dritten Platz bei der Internationalen Deutschen Juniorenmeisterschaft in Heidelberg ab; bei der "Deutschen" erreichte Nebhuth sogar Platz zwei, Jan-Caspar Hoffmann wurde Dritter. In Berlin wurde Dieter Tings Dritter der Deutschen Meisterschaft. Iris Weidling kam auf Platz drei bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft. Die Judo-Frauen des JCW qualifizierten sich in München für die zweigleisige Bundesliga, die ab 1992 startet. - Die Aikido-Abteilung wird 25 Jahre. Zu diesem Jubiläum kam der japanische Meisterschüler von Morihei Uyeshiba, Kenji Shimizu, nach Wiesbaden. - Frank Eiffinger wurde in Walldorf erneut Deutscher Jugendmeister; bei den Erwachsenen landete er auf Rang drei. - Franz Josef Gresch wurde der 7. Dan Ju Jutsu, Dietrich Brandhorst der 4. Dan Ju Jutsu verliehen.
  • 1992: 70-Jahr-Feier des JCW im Casino der ESWE-Stadtwerke: Verdiente und langjährige Mitglieder des JCW wurden vom Verein und HJV geehrt und mit Kämpfer- bzw. Ehrennadeln ausgezeichnet. Die Würdigung der jahrzehntenlangen Arbeit des JCW im Breiten- und Leistungssport erfolgte durch OB Exner persönlich, der auch die beabsichtigte Benennung der Sporthalle am 2. Ring in "Otto-Schmelzeisen-Halle" bekanntgab. Dies wird jedoch erst 1997 zum 75ten Vereinsjubiläum realisiert werden.
    Rudi Sanner wurde zum Schatzmeister des HJV gewählt. - Der JCW beschritt neue Wege und gründete einen Förderkreis für Spitzenathleten und der Judo-Bundesliga des JCW. Vorsitzender ist JCW-Präsident Rudi Sanner. Erkenntnis: Ohne Sponsoren kein Leistungssport mehr.
    Jürgen Grasmück wurde für die Europameisterschaft in Paris nominiert, scheidete aber unglücklich im ersten Kampf aus. Bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften blieb er jedoch ungeschlagen. - Über 300 jugendliche Judoka kämpften in Wiesbaden beim Edwin-Cup, JCW-Kämpferin Marit Papenhausen belegte Platz drei.
    Axel Hartmann und Dieter Ott gewannen das Yamashibu-Turnier im Kendo. Dieses Turnier wird alljährlich vom Ehrenmitglied des JCW, Sensei Yamashibu - 8. Dan Hanshi im Jaido, 7. Dan Renshi im Kendo - ausgerichtet und gesponsert. - Beim 13. Dr. Gotoh-Gedächnisturnier in Düsseldorf gingen alle ersten Plätze an Wiesbadener Kendoka. Als bestes Team gewannen sie auch den Mannschaftspokal. Größte Dominanz des JCW in der Geschichte dieses wichtigen Turniers in Deutschland.
    Es vollzog sich ein erster Führungswechsel bei der Redaktion der JCW-Vereinszeitung KIAI: Martin Becker, der dieses Heft vor fast 4 Jahren ins Lebens rief und in dieser Zeit alleine produzierte, gab das Redaktionsamt Ende des Jahres an Achim Enders und Dirk Mayer weiter.
  • 1993: Rudi Sanner trat als JCW-Präsident zurück und stellte sich in der JHV nicht mehr zur Wahl. Er hat sich mit der Einrichtung des Dojos im Untergeschoß der Sporthalle am Konrad-Adenauer-Ring in jedem Fall ein Denkmal gesetzt. Nachfolger wurde mit Werner Ruppert ein in der Vereinsgeschichte sehr verdienter Judoka: 6. Dan Judo, viermaliger Deutscher- und Internationaler Deutscher Meister Judomeister, Träger der Goldenen JCW-Ehrennadel mit Rubin.
    Werner Ruppert wurde als Sportwart sowie Klaus Hanelt als Referent fürs Prüfungswesen in den HJV-Verbandsvorstand gewählt. - Klaus Hanelt wurde der 6. Dan Judo verliehen. - Die Männerbundesliga belegte in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft nach einer umstrittenen 3:4 Niederlage gegen MTV Ingolstadt den 5. Platz. - Alessandro Leonardi wurde Deutscher Juniorenmeister, Nicki Becker belegte Platz 3 bei der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft.
  • 1994: JCW-Präsident Werner Ruppert übergab nach 23jähriger Bundesliga-Trainertätigkeit im JCW das Amt an Jürgen Hoffmann.
    Martin Grasmück wurde nicht nur Deutscher Juniorenmeister sondern auch Dritter der Junioren Weltmeisterschaften. Bruder Jürgen Grasmück wurde 3. Deutscher Meister, Carsten Burgdorf belegte bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften ebenfalls einen dritten Platz. - Die Männerbundesligamannschaft verpaßte nach einer Verletzungsserie mit 8 Ausfällen knapp die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. - Die JuJutsuka sind weiter auf Erfolgskurs bei den Hessenmeisterschaften: 3 erste Plätze, 2 zweite und 2 dritte Plätze, zudem ein Technikerpreis. - Die Karateka präsentierten sich erfolgreich beim JKA-Cup mit 2 JCW-Mannschaften: 2mal Gold, 2mal Silber und ein Technikerpreis
  • 1995: Die JCWler Dietrich Brandhorst, Vizepräsident DJJV, 5. Dan, Franz Josef-Gresch, Ehrenpräsident DJJV, 7. Dan und Werner Heim, Ehrenvorsitzender HJJV, 6. Dan erhielten die Goldene Ehrennadel des DJJV-Bundesverbandes. - Der HJJV veranstaltete einen großen Ju-Jutsu Nostalgielehrgang im Dojo des JCW, der von den Ju-Jutsu-Pionieren Werner Heim und Franz-Josef Gresch anläßlich deren 70ten Geburtstage geleitet wurde.
    Der JCW erhält für die vorbildliche Talentförderung das "Grüne Band", eine Auszeichnung der Dresdner Bank. - Jürgen Krist, Jugendwart und -trainer, ging aus beruflichen Gründen nach Berlin.
    Martin Grasmück schwamm auf einer Welle des Erfolges: wiederum Deutscher Juniorenmeister und diesmal Junioren Europameister.
    Jürgen Grasmück wurde Deutscher Meister, Julia Meyer erreichte an gleicher Stelle Platz 2. Bei den Deutsche Hochschulmeisterschaften belegten Jürgen Grasmück und Patric Nebhuth einen 2. Platz, Steffi Schleuder wurde dritte. Patric Nebhuth wurde zudem Internationaler Deutscher Vizemeister. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften erreichten Marit Papenhausen und Alexandra Lenk jeweils einen dritten Platz. Alexandra Lenk wurde zudem 2. der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften. Die Jugend des JCW gewann das bundesweit größte Jugendturnier in Bad Säckingen in der Gesamtwertung.
    Die JCW-Aikidoka waren auf allen Landes- und Bundeslehrgängen stark vertreten. Meister Shimizu, 8. Dan Aikido, lobte den Fleiß und die Leistungen und zeichnete unter anderem den JCWler Günther Pillukeit mit dem 1. Dan aus. Im Karate verlässt Ekkehardt Schleis den JCW; Uwe Berg hat weiterhin die Leitung der Karateabteilung und des Trainings zusammen mit Jörg Riegel und Bernd Krause.

  • 1996: Achim Enders trat aus beruflichen Gründen vom Amt des Presse- und Werbewarts zurück und verließ somit auch die KIAI-Redaktion. - Dagmar Andrea Widmann beendete nach 30 Jahren als Jugendübungsleiterin ihre Trainertätigkeiten. - Siegbert Geuder, Jugendwart der weiblichen Jugend, wechselte zum JC Rüsselheim. - Sportwart Herbert Munsch erwarb den 5. Dan Judo.
    Der JCW belegte als Ausrichter bei der Deutschen Vereinsmannschaftsmeisterschaft (Rhode Pokal) einen zweiten Platz. - Die Damenbundesligamannschaft verpaßte um lediglich einen Kampfpunkt die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. - Patric Nebhuth belegte beim Worldmasters und bei der Studentenweltmeisterschaft einen 2. Platz und gewann zudem die Internationale Deutsche Meisterschaft. Dort erreichten Marit Papenhausen und Walid Mahmoud einen dritten Platz. Jürgen Grasmück wurde zum dritten Mal Ärzteweltmeister, Carsten Burgdorf belegte bei den Polizeieuropameisterschaften Platz 3. Carsten Keil wurde Deutscher Jugendvizemeister. - Attila Körmöczi wurde in der Jugend Internationaler Deutscher Meister Ju-Jutsu und Deutscher Meister Ju-Jutsu, Marco Zehner belegte dort Platz drei. Frank Eiffinger erreichte bei der Ju-Jutsu IDEM einen dritten Platz.
  • 1997: Das Untergeschoß der Sporthalle am Konrad Adenauer Ring wurde als "Otto-Schmelzeisen-Dojo" eingeweiht und das Otto-Schmelzeisen-Gedenkturnier vom DJB zum Ranglistenturnier aufgewertet. JCW Ehrenmitglied Günther Kraft wurde der 8. Dan Judo verliehen - Bei den Deutschen Judomeisterschaften belegte Patric Nebhuth einen ersten, Julia Meyer einen zweiten, Jana Grenzdörfer und Martin Grasmück einen dritten Platz. Mit Martin Grasmück (9. Platz) und Patric Nebhuth (7. Platz) nahmen gleich zwei Athleten des JCW an der Europameisterschaft in Ostende teil. Frank Eiffinger wurde zum dritten Mal Deutscher Ju-Jutsu Meister. Marc Stöttinger und Axel Racky erreichten bei den Deutschen Judo Kata-Meisterschaften im Bereich Jugend den 2. Platz. Die Judo Damenmannschaft kämpft seit 5 Jahren in der 1.Bundesliga. Im Jubiläumsjahr sind die Hälfte der rund 900 Mitglieder Kinder und Jugendliche. Präsident Werner Ruppert konnte während der 75 Jahrfeier hochrangige Ehrengäste begrüßen. Neben Oberbürgermeister Hildebrand Diehl, kam auch der Ehrenpräsident des DJB, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Schulze und zeigte in seinem ausführlichen Vortrag den Zusammenhang zwischen der Historie des Judosports in Deutschland und der Geschichte des JCWs auf. Folgende Ehrungen wurden durch den Ehrenpräsidenten Werner Heim vorgenommen: JCW-Ehrennadel in Gold mit Rubin an Klaus Hanelt, Ehrennadel in Gold an: Uwe Berg, Dieter Kraus, Alexander Grautegein, Klaus Sommer, Dr. Andreas Göbel, Karl-Heinz Schmid, Ilona Grüger, Beate Schmidt, Albert Michel, Horst Mai, Gert Löber, Ehrennadel in Silber an: Brigitte Stöttinger, Theodor Grutza, Werner Schmidt, Horst Feldmann. Der Präsident des Hessischen Judo-Verbandes, Lothar Zerull ehrte Rudi Sanner und Herbert Munsch mit der Ehrennadel in Gold des HJV, Beate Schmidt wurde mit der silbernen Ehrennadel und Klaus Sommer mit der bronzenen Ehrennadel des HJV ausgezeichnet. Der Landessportbund ehrt für besondere Verdienste um den Sport Dietrich Brandhorst, Franz-Josef Gresch, Rudi Sanner und Jürgen Hoffmann.
  • 1998: Das erfolgreichste Jahr für unsere Judoka! Deutscher Meistertitel an Martin Grasmück in der Gewichtsklasse -73kg, sowie 2. Platz bei den Internationalen Deutschen Einzelmeisterschaften (IDEM) und Vize-Europameister mit der Deutschen Mannschaft, Patric Nebhuth belegte bei der IDEM einen 3. Platz in der Gewichtsklasse -100 kg, die Bundesligakämpferinnen Jana Grenzdörfer belegte erreichte bei der DM einen hervorragenden 2. Platz -70kg und Silke Daube -52kg den 3. Platz. Deutscher Meister wurde der JCW bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft im Rhodepokal (gemischte Mannschaft aus Männer, Frauen und männl. Jugend mit: Patric Nebhuth, Martin Grasmück, Dr. Jürgen Grasmück, Dieter Tings, Philipp Eckelmann, Christian Dietrich, Ralf Denker, Patrik Fulle, Volker Löw, Friederike Hanisch, Ute Dirler, Marit Papenhausen, Ruth Szilluweit, Nicolaus Schrader, Vong Hon Wu Lee, Benjamin Lang, Tegin Hubl, Benedikt Kessler, Axel Racky und Marc Stöttinger). Titel für Marc Stöttinger und Axel Racky bei Deutschen Kata Meisterschaften der Jugend. Die Frauenmannschaft belegt in der 1. Bundesliga Gruppe Süd Platz 4, während die Männermannschaft einen sensationellen 3. Platz in der Bundesliga Endrunde belegte. Das war das bisher beste Ergebnis in der Bundesliga für unseren Verein.Der JCW beteiligt sich an dem Hessenprojekt „Schule und Verein“. Unser langjähriges Mitglied Clemens Termer unterrichtet dabei halbtags in unserem Leistungszentrum vereinsneutral im Rahmen des Schulunterrichts junge Menschen, die Judo erlernen wollen. Der Kendoka Gerolf Ziegenhain, belegt den 3. Platz bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften im Kendo. Ehrenmitglied Viktor Gläser verstarb am 20.03.1998. Der gesamte Vorstand trat bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zurück. Vorausgegangen waren in den vergangenen Jahren immer wieder Unstimmigkeiten bezüglich der Finanzierung der Männer-Bundesliga zwischen dem Präsidenten und der Schatzmeisterin einerseits und den verantwortlichen der Bundesliga Dr. Jürgen Hoffmann, Christian Dietrich und dem Abteilungsleiter Judo Dr. Andreas Göbel andererseits. Dies führte schließlich zum Rücktritt des Präsidiums und zur Neuwahl des Vorstandes. In den Reihen der Kritiker fand sich zunächst Niemand der bereit war, als Präsident zu kandidieren, so dass sich schließlich Rudi Sanner noch einmal bereit erklärte, diese Aufgabe zu übernehmen. Vizepräsident wurde Dr. Jürgen Hoffmann, Schatzmeisterin Felicitas Dietrich. Vorrangiges Ziel des neuen Vorstandes: Schuldenabbau und transparente Buchführung.
  • 1999: Elfriede Schmelzeisen, die Ehefrau unseres legendären Vereinsgründers verstarb am 03.01.1999 im Alter von 87 Jahren.Judoka Patric Nebhuth belegt einen 2. Platz bei DEM -bis100kg, mit Mirko Stankovic wurde das Kendo-Hessenteam 3. bei der DM in Berlin. JCW Kendoka und Aikidoka präsentierten sich im HR „Hessenstudio-live“ . Axel Racky und Marc Stöttinger erreichen bei den Deutschen Judo Kata-Meisterschaft im Bereich Jugend den 1. Platz. Dr. med. Andreas Göbel beendet seine langjährige erfolgreiche Tätigkeit als Judo-Abteilungsleiter.
  • 2000: Patric Nebhuth wurde Deutscher Meister bis 100 kg, ebenfalls Deutscher Meister wurden Axel Racky und Marc Stöttinger bei den Deutschen Judo Kata-Meisterschaften. Deutscher Vizemeister der Schüler im Judo wurde Marcel Keil. Der Hessische Judoverband verleiht Rudi Sanner für seine Verdienste um den Judosport den 5. Dan Judo. Die erste ordentliche Vorstandswahl nach der außerordentlichen Vorstandssitzung in 1998 erbringt folgendes Ergebnis: Wiederwahl von Präsident, Schatzmeisterin und Schriftführer. Aus beruflichen Gründen stellt sich Vizepräsident Dr. Jürgen Hoffmann nicht mehr zur Wahl, zum Nachfolger wählt die Versammlung Christian Dietrich, einen Judoka, der aus der eigenen Jugend hervorging. Die Mitgliederzahl blieb zum 01.01.1999 und 01.01.2000 konstant bei 811 Mitgliedern. Am Tage der MV waren es 876 Personen. Otto Schlegelmilch, ein langjähriges Ehrenmitglied ist verstorben.
  • 2001: Eine neue 400qm große Judomatte im Wert von 32.500 DM wurde für das Dojo (Erstausstattung 1989) mit finanzieller Unterstützung des Landessportbundes und der Stadt Wiesbaden gekauft. Die Mitgliederzahl belief sich zum 01.01.2001 auf 869 Mitglieder. Schriftführer Klaus Sommer legt zu Beginn des Jahres das Amt des Schriftführers nieder. Seit 1986 hatte er dieses Amt inne. Präsident Rudi Sanner beendet nach 10 Jahren seine Tätigkeit als Schatzmeister im HJV.Auch in diesem Jahr belegten unsere Judoka Erfolge auf Deutscher Ebene. Martin Grasmück wurde Deutscher Vizemeister bis 73 kg, Patric Nebhuth 3. Platz bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften bis 100 kg; bei den Judo Kata-Meisterschaften wurden Axel Racky und Marc Stöttinger erneut Deutsche Meister in Nage no Kata, Matthias Birk und Christoph Lohmer erreichten den 2. Platz bei den Ju no Kata Meisterschaften, in der Jugendklasse wurden Florian Hövelmann und Sven Stöttinger Deutscher Meister.

  • 2002: Nach mehreren Rückschlägen war es insbesondere Philipp Eckelmann und seinem Mitstreiter Bernhard Knuf gelungen, die Webseite www.jcw.de des JCW wieder aufleben zu lassen. Die Vereinszeitung KIAI wird nicht mehr aufgelegt. Bei der MV wurde ein neuer Vorstand gewählt, denn der alte Vorstand stellte sich nicht mehr zur Wahl. Der aus gesundheitlichen Gründen scheidende Präsident Rudi Sanner betonte in seiner Abschiedsrede, dass der Verein nunmehr einen Großteil der Schulden abgebaut hat, der Haushalt nun für alle Mitglieder transparent dargestellt wird. Sorgen bereitete ihm der Mitgliederrückgang bei der Judojugend. Er stellte der Versammlung eine neue Mannschaft für die Wahlen vor. Gewählt wurden zum Präsidenten der frühere Bundesligakämpfer Henry Balanca, zum Vizepräsident der Kendoka Dieter Krauss. Schatzmeister wurde Michael Walzer, Schriftführer Dr. Jürgen Grasmück. Zum 01.01.2002 hatte der Verein 811 Mitglieder. Die sportlichen Erfolge unseres Vereins wurden einmal mehr geprägt durch die guten Vorstellungen bei den Judo Kata-Meisterschaften, Axel Racky und Marc Stöttinger wurden zum fünften Mal Deutscher Kata-Meister Nage no Kata, Matthias Birk und Christoph Lohmer Deutsche Vizemeister Ju no Kata, in der Jugendklasse wurden Florian Hövelmann und Sven Stöttinger Deutscher Meister und Lars Racky und Veronica Demschik belegten den 5. Platz. Die Männermannschaft erreicht in der Bundesliga die Playoff und musste sich gegen Frankfurt/Oder knapp geschlagen geben. Somit verblieb der 5. Platz.

  • 2003: Dem neuen Vorstand gelingt es nicht, den bisherigen Sparkurs des Vereins weiter zu führen. Mögliche Geldgeber für die Judo-Bundesliga haben den Verein im Stich gelassen. Fördergelder wurden nicht abgerufen. Dadurch kam der Verein in eine finanzielle Schieflage. Ende 2003 tritt Dieter Krauss von seinem Amt als Vizepräsident zurück, Schatzmeister Michael Walser übernimmt kommissarisch seine Aufgaben. Auch in diesem Jahr wurden die sportlichen Erfolge unseres Vereins durch die guten Vorstellungen bei den Kata-Meisterschaften geprägt. So wurden Matthias Birk und Christoph Lohmer Dritter bei den erstmals ausgetragenen Europameisterschaften und Deutsche Vizemeister in der Ju no Kata, Axel Racky und Marc Stöttinger Deutscher Vizemeister in der Nage no Kata. All diese Erfolge gehen auf Klaus Hanelt zurück, der seit Jahrzehnten das Kata-Training in Wiesbaden ehrenamtlich prägt. Florian Hövelmann wurde bei den Deutschen Judo-Jugendmeisterschaften Vizemeister bis 55 kg. Im Kendo erreichte Mirko Stankovic einen 3. Platz bei den Deutschen Meisterschaften ebenso wie Matthias Lauzi in der Jugendklasse.
  • 2004: Bei den Neuwahlen im April 2004 übernimmt Michael Walzer das Amt des Vizepräsidenten. Dirk Heitmann vorheriger Kassenprüfer wird Schatzmeister. Die finanzielle Schieflage spitzt sich zu. Präsident Henry Balanca tritt im November 2004 zurück. Vizepräsident Walzer übernimmt kommissarisch die Aufgaben des Präsidenten. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Dezember 2004 wird die Wahl des Vorstands auf eine weitere Mitgliederversammlung Anfang 2005 verlegt. Sportliche Erfolge: Bundesliga-Coach Dr. Jürgen Grasmück tritt bei der Senioren Weltmeisterschaft an und wird Vizeweltmeister ebenso wie Adelheid Braumann bei den Seniorinnen, während Ulrike Stoll einen 3. Platz belegte. Wie in den Vorjahren belegten Matthias Birk und Christoph Lohmer bei den Deutschen Kata-Meisterschaften den 2. Platz, Deutscher Kata-Meister in der in der Jugend wurde Lars Racky mit der Gelnhauserin Kerstin Auerbach.Im Ju-Jutsu wurde Veronika Roddewig Deutsche Meisterin.
  • 2005: In der Mitgliederversammlung vom Februar treten Mike Reichert (Präsident), Dirk Mayer (Vizepräsident) und Achim Enders (Schatzmeister) als neues Vorstandsteam an, um den JCW wieder auf eine solide finanzielle Basis zu stellen. Eine der wesentlichen Entscheidungen ist der Rückzug aus der Damen Bundesliga, welcher der JCW seit Beginn der Damen-Bundesliga (1991) angehörte. Trainer Alexander Grautegein führte das Team seit nunmehr dreizehn Jahren (seit 1992). Christoph Lohmer und Matthias Birk belegten Platz 2 bei den Deutschen Kata Meisterschaften und Platz 7 bei den Europa Meisterschaften. Lars Racky belegte mit der Gelnhauserin Kerstin Auerbach im Jugendbereich bei dieser deutschen Meisterschaft Platz 2.
  • 2006: Präsident Mike Reichert verliert den Kampf gegen seine schwere Krankheit und verstirbt. Trotz Krankheit hat er sich unermüdlich für den JCW eingesetzt und gilt als Retter des Vereines. Der JCW ist in 2006 wieder schuldenfrei. Christoph Lohmer und Matthias Birk werden zum wiederholten Male Deutscher Kata Vizemeister. Axel und Lars Racky belegen bei den deutschen Nage no Kata Meisterschaften den 3. Platz. Klaus Gilbert holt sich mit seinem Partner Ingo Köhler (TSV Langgöns) Gold in der Kodokan Goshin Jutsu. Alle drei Paare werden für die Kata EM in 2007 nominiert.

    Unsere Judo Veteranen erreichten in diesem Jahr folgende Platzierungen: Stefanie Schleuder, Deutsche Meisterin und Weltmeisterin; Ulrike Stoll, Deutsche Meisterin und 3. platzierte bei den Weltmeisterschaften; Dr. Jürgen Grasmück, Vizeweltmeister. Die Landeshauptstadt Wiesbaden verlieh unserem Judoka Klaus Hanelt die Sportplakette für hervorragende Verdienste um den Sport. Damit wurde das besondere Engagement von Klaus Hanelt in Bezug auf sein Jahrzehnte langes Wirken für den Judosport, als Übungsleiter im Verein, in Hessen als Prüfungsreferent und darüber hinaus widmete er sich insbesondere den Aufbau eines strukturiertes Katawesens in Deutschland.

  • 2007: Jürgen Labs wird auf der Mitgliederversammlung als neuer Präsident des JCW gewählt. Dirk Mayer (Vizepräsident) und Achim Enders (Schatzmeister) werden in ihren Ämtern bestätigt. Dr. Jürgen Grasmück wird Judo-Weltmeister und Deutscher Meister Ü30, Birgit Grasmück Vizemeisterin und Stefanie Schleuder erreicht einen dritten Platz. Maximilian Schaupp wurde Deutscher Vizemeister und holt Bronze bei der Judo-Europameisterschaft U 17 und ist nach den JCW Kämpfern Jürgen Hoffmann, Martin Grasmück und Patric Nebhuth nach elf Jahren wieder der erste JCW'ler, der im Jugend bzw. Juniorenbereich internationale Hoffnungen auf EM und WM Platzierungen zurück nach Wiesbaden geholt hat. Manuel Müller wird Deutscher Vizemeister im Judo bis 73 kg.
    Christoph Lohmer und Matthias Birk, mehrfache Deutsche Vize Meister und EM platzierte der Judo-Kata, verabschieden sich aus dem aktiven Wettkampfgeschehen. Axel und Lars Racky holen bei den Deutschen Kata Meisterschaften Silber. Am 7. Oktober feierte der Judo Club sein 85 jähriges Bestehen mit einer großen Budo Show.

    Im Rahmen der Mitgliederversammlung am 28. Juli 2007 wurde Herbert Munsch für seine langjährige Vereinstätigkeit die Ehrennadel in Gold mit Rubin, die höchste Auszeichnung im JCW, verliehen. Er erbrachte stets sein besonderes Engagement vor allem als Trainer, Coach und Vorstandsmitglied stets. Werner Ruppert wurde in Würdigung seiner jahrelangen intensiven Verdienste um den Judosport in Wiesbaden als Wettkämpfer, Übungsleiter, Bundestrainer und als Sportwart im Hessischen Judoverband die Sportplakette der Landeshauptstadt Wiesbaden verliehen.

  • 2008: Lothar Herborn wird neuer Präsident des JCWs. Jörg Schmidt und Kai Nielsen geben nach über 10-jähriger Tätigkeit die Abteilungsleitung ab, Nachfolger wird Marco Zehner. Der JCW erweitert sein Angebot für die Behindertensportler um Rollstuhlbasketball und Rollstuhlbogenschießen (Kyudo). Die Ju-Jutsu Abteilung richtete eine vorbildliche Deutsche Meisterschaft und die Karate Abteilung die Deutschen Hochschulmeisterschaften aus.
    Sehr erfolgreich waren die Athleten des JCW in diesem Jahr: Mario Staller wird Weltmeister in Malmö (Schweden) im Ju Jutsu Fighting in der Klasse bis 77 kg und feiert seinen größten Karriereerfolg. Zudem gewann er den Europacup, das Tournoi de Paris und die German Open. Die vier Wiesbadener Ju-Jutsuka Nicolina Wenzler und Peter Morgner konnten bei der DEM eine Silbermedaille erkämpfen, Claudia Behnke und Lucas Priore wurden Dritte. Thomas Schell gewinnt die German Open (U21, -85kg).
    Im Judo wurde Dr. Jürgen Grasmück zum zehnten Mal Ärzteweltmeister und Deutscher Einzelmeister Ü30. Bei den DEM Ü30 konnte ebenfalls Ulrike Stoll den 1.Platz belegen, Stefanie Schleuder und Birgit Grasmück wurden Dritte. Bei der WM Ü30 konnten die drei Damen noch einen zweiten und zwei dritte Plätze nach Wiesbaden holen. Horst Feldmann wurde Deutscher Meister bei den Ü30. Lisanne Sturm holt die Bronzemedaille bei den Deutschen Judo Einzelmeisterschaften U20 und wird DOSB-Juniorbotschafterin Dopingprävention. Axel und Lars Racky können sich erneut steigern und werden Deutscher Kata Meister in Nage no Kata. Klaus Gilbert schaffte mit seinem Partner Ingo Köhler (TSV Langgöns) den Doppelerfolg: Deutscher Meister in Kodokan Goshin Jutsu und Kime no Kata. Rudi Sanner, langjähriger Präsident unseres Vereins, erhielt in diesem Jahr von der Landeshauptstadt Wiesbaden die Sportplakette für besondere Verdienste um den Sport. Weiter wurde Rudi Sanner für sein besonderes, langjähriges, intensives, ehrenamtliches Engagement im Judosport sowie in der Schlaganfall Initiative von der Landeshauptstadt Wiesbaden mit der goldenen Bürgermedaille der Stadt ausgezeichnet.

  • 2009: Ju-Jutsuka Mario Staller wird Zweiter bei den World Games, dem höchsten Wettkampf für nicht olympische Sportarten. Peter Morgner belegte bei der DEM im Ju-Jutsu den 2. Platz. Judoka Jean-Sebastian Ohlig wird Dritter bei den Deutschen Meisterschaften U20. Stefanie Schleuder belegt bei den Ü30 Meisterschaften 1. Plätze bei der DEM, der EM und der WM. Ulrike Stoll ebenfalls bei den Ü30 wird 1. bei der DEM, 2. EM und 3. bei der WM. Ju-Jutsuka Thomas Schell belegte bei der WM U 20 einen 3. Platz und Nicolina Wenzler bei der U 18 WM ebenfalls einen 3. Platz. Die Judo Frauenmannschaft schafft den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

    Olympiasieger Ole Bischof besucht den JCW und hält zusammen mit Mario Staller ein Training mit Talkrunde und Autogrammstunde.

    Der JCW führt erstmals die Hessische Einzelmeisterschaft im G-Judo für Menschen mit Behinderungen durch. Unter der Schirmherrschaft von OB Dr. Helmut Müller nahmen 120 Teilnehmer aus ganz Deutschland an diesem Otto Schmelzeisen Turnier in Wiesbaden teil.

    Der JCW öffnet sich der hauptamtlichen Beschäftigtung. Judo Trainer Patrik Kuptz begleitet ein Projekt mit Judo in den Schulen, um junge Menschen den Judosport näher zu bringen. Außerdem unterstützt er den Übungsbetrieb im Verein.

    Herbert Munsch wird der 6. Dan Judo verliehen. Im JCW begleitet er seit vielen Jahren das Amt des Sportwartes, ist seit vielen Jahren als Übungsleiter im Verein und im Hessischen Judo Verband als Bezirksprüfungsbeauftragter tätig. Der Hessische Judoverband e. V. wählte den langjährigen Sportwart des Verbandes, Werner Ruppert, zum Vizepräsident Sport.

    In Anerkennung der um Volk und Staat erworbenen besonderen Verdienste wurde Rudi Sanner vom Bundespräsidenten Dr. Horst Köhler das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz) verliehen. Nach Otto Schmelzeisen erhielt damit eine weitere Person des JCW diese hohe Auszeichnung.

    Hohe Ehrung für unser Vereinsmitglied und ehemaligen Präsidenten des JCW, Franz Josef Gresch. Anlässlich des Jubiläumslehrgangs "40 Jahre Ju-Jutsu" des Deutschen Ju-Jutsu Verbandes in Schwäbisch Hall am 19.09.2009 erfolgte die  erstmalige Verleihung des 9. Dan, des Roten Großmeistergürtels für höchste Verdienste um das Ju-Jutsu, an den Mitbegründer des Ju-Jutsu und ersten Ehrenpräsidenten des Deutschen Ju-Jutsu Verbandes, Franz Josef Gresch. Damit wurde sein Lebenswerk gebührend und verdient gewürdigt.
  • 2010: Judoka Florian Germroth wird Deutscher Vizemeister bis 90 kg. Alexander Wieczercak bis 73 kg holt den Titel bei der U20. Jörg Schmidt besteht die Prüfung zum 5. Dan Ju-Jutsu.



 
 

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